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Favoritensiege zum Auftakt

Von einem deutschen Medaillenregen konnte man nach den ersten olympischen Wettkämpfen von Peking nicht sprechen. Je einmal Silber und Bronze im Synchronturmspringen mehr konnten die deutschen Athleten an den ersten drei Tagen nicht gewinnen. Damit steht Deutschland auf Platz 19 im Medaillenspiegel hinter Aserbaidschan und Thailand. Auch wenn es sich nur um eine Momentaufnahme handelt:Der erfolgreiche Start der deutschen Tennisspieler lässt neben den Auftaktsiegen der Hockey- und Basketballmannschaften das Fazit der ersten Tage etwas freundlicher ausfallen.
Leicht und locker bezwang Nicolas Kiefer in seinem ersten Match den Weißrussen Max Mirnyi. Nachdem Kiwi den ersten Satz mit 6:3 für sich entscheiden konnte, wurde das Match wegen starken Regens unterbrochen und erst am heutigen Tag fortgesetzt für Kiwi kein Problem: 6:1 gewann er den zweiten Satz und war nach seinem erfolgreichen Start erleichtert: Die erste Runde muss man erst einmal überstehen, sagte der 31-Jährige nach seinem Sieg. In der zweiten Runde trifft Kiefer auf  Kevin Anderson eine lösbare Aufgabe. Der Südafrikaner steht in der Weltrangliste auf Platz 109 und sorgte in diesem Jahr nur einmal für Aufsehen, als er beim Masters-Turnier in Miami Novak Djokovic besiegte. Trotzdem unterschätzt Kiwi seinen nächsten Gegner nicht: Es wird ein harter Kampf und ich muss besser spielen als heute, sagte Kiefer, der in Peking bereits an seinen dritten Olympischen Spielen teilnimmt.
Auch Rainer Schüttler konnte sein Auftaktmatch in Peking gewinnen. Der diesjährige Wimbledon-Halbfinalist bezwang den Japaner Kei Nishikori in drei Sätzen mit 6:4, 6:7 und 6:3. Seine nächste Aufgabe wird allerdings ungleich schwerer: Es wartet die Nummer drei der Welt, Novak Djokovic, der Robby Ginepri in zwei Sätzen bezwang. Entgegen der olympischen Tradition war die erste Runde des diesjährigen Turniers in Peking überraschungsarm: Zwar hatte der kommende Weltranglistenerste Rafael Nadal in seinem Auftaktmatch gegen den Italiener Potito Starace erstaunlich viel Mühe, siegte aber in drei Sätzen mit 6:2, 3:6, 6:2. Dauerrivale Roger Federer zog mühelos in Runde 2 ein 6:4, 6:2 gegen den Russen Dimitry Tursunov. Auch Nikolay Davydenko und James Blake stehen beim sechsten olympischen Tennisturnier in der nächsten Runde. Unerwartet ausgeschieden sind hingegen die Nummer vier der Weltrangliste, David Ferrer, sowie Cincinnati-Sieger und Geheimfavorit Andy Murray.



Der traurigste Tag meiner Karriere

Bei den Damen lichtet sich das Feld der Favoritinnen bereits bevor das Turnier richtig begonnen hat. Neben Ana Ivanovic musste auch die Französin Tatiana Golovin kurzfristig ihren Start absagen. Ivanovic laboriert an einer Daumenverletzung und war nach ihrem Rückzug vom olympischen Turnier niedergeschlagen: Das ist der traurigste Tag meiner Karriere, erklärte die 20-Jährige, die in Peking unbedingt eine Medaille gewinnen wollte. Trösten kann ich mich nur mit einem Sieg in New York, sagt Ivanovic auf ihrer Homepage.
Nun zählt ihre Landsfrau Jelena Jankovic zu den größten Goldfavoritinnen beim Tennisevent inPeking. Die neue Nummer 1 der WTA-Rangliste setzte sich in ihrem Auftaktmatch glatt in zwei Sätzen gegen Cara Black aus Zimbabwe durch. Ausgeschieden ist hingegen die Russin Svetlana Kuznetsova, die der Lokalmatadorin Na Li 6:7, 4:6 unterlag.
In der Herren-Doppelkonkurrenz sind die Goldgewinner von Athen, Nicolas Massu und Fernando Gonzalez, bereits in der ersten Runde gescheitert. Die Chilenen unterlagen dem russischen Duo Dimitry Tursunov/Mikhail Youzhny. Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler treffen morgen auf das österreichische Doppel Julien Knowle/Jürgen Melzer. 

Felix Grewe
 

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