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Freude im Fürstentum

Es war das Turnier des Jahres 2007: So zumindest haben die Spieler entschieden und der Masters-Veranstaltung von Monte Carlo einen ATP-Award beschert. Eine Auszeichnung, die den Veranstalter freute. Monte Carlo musste genauso wie Hamburg darum bangen, ab 2009 nicht mehr zu den neun größten Events nach den Grand Slam-Turnieren zu gehören. Die ATP hatte geplant, das Turnier im Fürstentum abzustufen: Es sollte seinen Masters-Status verlieren. Dagegen klagten sogar die Turnierveranstalter, genauso wie der DTB für das Hamburger Turnier vor Gericht zog. In Monte Carlo einigte man sich jedoch außergerichtlich nicht zuletzt, weil sich Roger Federer, Rafael Nadal und Nikolay Davydenko während der Veranstaltung im letzten Jahr vehement bei ATP-Boss Etienne de Villiers beschwerten. Es sieht so aus, als könnte er die Regeln ändern, wie es ihm passt. Dieser Mann hat keine Ahnung von Tennis, schimpfte Davydenko auf der Terrasse der Turnieranlage.
Dritter Titel in Folge für Nadal



Vielleicht haben Federer und Co. auch aus diesem Grund das Event zum besten des vergangenen Jahres gewählt um es in seiner jetzigen Form am Leben zu halten. Monte Carlo findet sich im Turnierkaleder 2009 unter den Masters-Veranstaltungen wieder  wenn auch mit Einschränkungen: Die Profis sind dann nicht mehr verpflichtet, in Monaco an den Start zu gehen, können bei einer Absage also keine Weltranglistenpunkte verlieren, so wie es bei den acht weiteren Masters-Veranstaltungen der Fall ist. Preisgeld und Weltranglistenpunkte bleiben aber dem Status entsprechend hoch.
Es war die Tennispolitik, die im letzten Jahr die Schlagzeilen während des Turniers von Monte Carlo schrieb und nicht der Sport. Dabei hätte es aus sportlicher Sicht nicht besser laufen können: Im Finale trafen sich die beiden Topgesetzten Roger Federer und Rafael Nadal. Der Spanier siegte und gewann damit zum dritten Mal in Folge den Titel von Monte Carlo. Das war zuletzt Ilie Nastase zwischen 1971 und 1973 gelungen. Nadal baute mit dem Sieg seine sensationelle Siegesserie auf Sandplätzen aus. Nach dem Finale war er in 67 aufeinanderfolgenden Matches auf der roten Asche unbesiegt, verlor von 14 Finals nicht ein einziges. Auch wenn sich Nadal später im Finale von Hamburg, nach 81 Siegen in Folge, doch noch auf seinem Lieblingsbelag geschlagen geben musste, zählt er in diesem Jahr auf Sand, und damit auch in Monte Carlo, zu den Favoriten.
Ab Sonntag, also einen Tag früher als gewohnt, schlagen die Topstars im Fürstentum auf. Roger Federer und Rafael Nadal werden motivierter sein denn je beide konnten im Jahr 2008 noch keinen Titel gewinnen. Ein Finale wie im Vorjahr wäre für die Tennisfans sicher wünschenswert. Die Konkurrenz ist aber stark, selten war der Ausgang eines Sandplatzturniers so offen. Australian Open-Champion Novak Djokovic, die Nummer fünf der Welt David Ferrer, aber auch aufstrebende Sandplatzspieler wie Nicolas Almagro oder Juan Monaco sollten nicht unterschätzt werden.
Auf tennismagazin.de können Sie ab Sonntag Zusammenfassungen und Hintergrundberichte imMasters-TV verfolgen.
Felix Grewe

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