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Mit dem Zweiten sieht man besser

Andy Roddick hörte gar nicht mehr auf zu diskutieren. Schiedsrichter Emmanuel Joseph musste sich einiges anhören im Drittrundenmatch der Aus-tralian Open zwischen dem Amerikaner und Philipp Kohlschreiber. Grund war der Einsatz des Hawk-Eyes. Roddick konnte oft nicht nachvollziehen, wie es zu bestimmten Entscheidungen kam. Das elektronische Falkenauge ist zwar in der Lage, mit Hilfe von mehreren Kameras genau zu bestimmen, wo ein Ball aufkommt. Beim Umgang mit dem System gibt es aber noch Schwierigkeiten.
Für Gesprächsstoff hatte das Hawk-Eye schon vor der offiziellen Premiere beim Turnier in Miami 2006 gesorgt. Fast zwei Jahre also ist das System im Einsatz und die angekündigte Revolution im Tennis hat zumindest im Ansatz stattgefunden. Eine Reihe winzig kleiner Kameras, die über dem Centre Court angebracht sind, gibt den Spielern die Möglichkeit, Entscheidungen der Schieds- und Linienrichter zu überprüfen. Publikumswirksam fliegt der Ball als digitale Einblendung noch einmal knapp auf oder neben die Linie. In oder out steht dann auf den riesigen Videoleinwänden imStadion. Von reine Geldverschwendung bis großes Entertainment reichten damals die Kommentare.
Skepsis zu Beginn



Mit der Erfindung, die Schiedsrichterentscheidungen in Frage stellt, konnte nicht jeder etwas anfangen. Für die einen gehören Diskussionen um einen Ballabdruck nicht erst seit John McEnroe  dazu. Andere nehmen das Urteil der Unparteiischen einfach hin. Als einer der größten Kritiker von Hawk-Eye galt Roger Federer. Der Weltranglistenerste nutzte die Möglichkeit, die Bälle zu challengen, wie es im Jargon heißt, nur selten. Er liegt mit seinen Einschätzungen bei engen Ballwechseln oft falsch (siehe Kasten nächste Seite). Mittlerweile steht er der technischen Neuerung nicht mehr ganz so kritisch gegenüber. 

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