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Cedrik-Marcel Stebe im Interview: „Die Emotionen spüre ich heute noch“

Vor rund drei Jahren galt Cedrik-Marcel Stebe als Hoffnungsträger im deutschen Tennis. 2012 trug er entscheidend dazu bei, dass die deutsche Davis Cup-Mannschaft den Abstieg aus der Weltgruppe verhinderte. Doch anschließend verfolgte ihn das Verletzungspech und ließ ihn seither nicht mehr los. Sein jüngster Comebackversuch scheiterte im Februar nach nur zwei Turnieren. tennis MAGAZIN sprach mit dem 24-jährigen Linkshänder über seine Verletzungsmisere.


Herr Stebe, eigentlich wollten wir mit Ihnen über Ihr Comeback nach fast eineinhalb Jahren Verletzungspause sprechen. Aber es gab einen Rückschlag, was ist passiert?

Im Dezember 2014 bin ich nach der Schambeinentzündung und einer gefühlten Ewigkeit wieder ins Fitnesstraining eingestiegen. Im Januar stand ich vermehrt auf dem Court und war schmerzfrei. Daraufhin spielte ich Anfang Februar zwei Futureturniere in der Türkei, als Schmerzen im Adduktorenbereich auftraten. Nach meiner Rückkehr bekam ich die bittere Diagnose: Stressfraktur im rechten Schambein.

Cedric-Marcel Stebe

Aufschlag in Halle: 2013 spielte Cedric-Marcel Stebe dort gegen Roger Federer. (Foto: Getty Images)

Sind Sie es zu schnell angegangen?

Ich denke nicht. Das Training war moderat. Im Februar spürte ich an den Adduktoren und im hinteren Oberschenkel ein Ziehen, das aber nach Physiotherapie und zwei, drei Tagen Pause wieder verschwunden war. Anschließend konnte ich den Körper voll belasten und habe zwei Turniere in der Türkei gespielt. Vielleicht waren die zwölf Matches in 13 Tagen nicht optimal, aber eine solche Verletzung kann auch durch muskuläre Dysbalancen oder Nährstoffmangel im Blut hervorgerufen werden. Die genaue Ursache lasse ich derzeit prüfen. Jetzt steht leider wieder Ruhe auf dem Plan.

War die Verletzung ein schleichender Prozess?

Zunächst handelte es sich um eine Entzündung im Schambein. Diese ist weiter fortgeschritten, wodurch der Knochen weich und brüchig wurde. Den Bewegungen beim Tennis konnte er nicht mehr standhalten, sodass es schließlich zum Ermüdungsbruch kam.

Wie wird so eine Verletzung behandelt?

Wie ein normaler Knochenbruch. Nach zwei bis drei Wochen an Krücken kann man, wenn alles optimal läuft, mit dem Aufbautraining beginnen. Eine Operation ist bei mir nicht notwendig.

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  1. Sven

    Finde ich stark, dass er nicht aufgibt! Mehr solche Interviews, tut euch gut.
    Das Gespräch mit Tajana Maria im neuen Heft ist ebenfalls sehr aufschlussreich.


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