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Nachgefragt bei Heiko Hampl

Der Turnierdirektor über das neue Challenger in Koblenz



9.000 Zuschauer und 120 ehrenamtliche Mitarbeiter

Herr Hampl, seit sechs Jahren sind Sie Turnier-direktor des Challengers in Marburg und verantworten auch das ITF-Future-Turnier in Ismaning. Wie lautet Ihr Fazit für die Premiere der Koblenz Open, die der Belgier  Ruben Bemelmans gewann?

Wir sind super zufrieden! Die ATP hat uns eine „tolle Bereicherung“ genannt. Das erste Jahr ist immer ein Lehrjahr, aber 9.000 Zuschauer sind für ein Challenger beeindruckend. Wir hatten 120 ehrenamtliche Helfer. Alles war noch eine Nummer größer als in Marburg.

Was sind die speziellen Herausforderungen bei Tennisveranstaltungen in der Halle?

Es ist eine ganz andere Aufgabenstellung! Wenn ich das Turnier in einer normalen Eventhalle mache, habe ich die Tribüne schon und brauche auch keine Zelte wie in Marburg, weil es ja nicht reinregnen kann, aber ich habe Auflagen für mehr Security-Personal und mehr Sanitäter. Und vor allem: Ich habe noch keine Tennisplätze! Ich muss viel Geld für mobile Plätze aufwenden. Einen Betrag von über 20.000 Euro.

Nachgefragt bei heiko Hampl

Gut besucht: der Halbfinaltag bei den Koblenz Open in der Conlog-Arena.

 

Koblenz sehr tennisaffin

Die ATP fordert einen Trainingsplatz bau­gleich zum Turniercourt. Wie wurde das gelöst?

Der Tennisverband Rheinland-Pfalz hatte eh vor, seinen Leistungsstützpunkt in zwei Jahren umzurüsten. Sie haben es dankenswerterweise für das Turnier vorgezogen und dafür Zuschüsse vom Land Rheinland-Pfalz bekommen.

Wie kamen Sie auf Koblenz?

Hier war das Interesse der Politik groß! Die Gegend ist ja nicht gesegnet mit Spitzensport, erwies sich aber als sehr tennisaffin. Und wir bekamen die Halle für eine niedrige fünfstellige Summe; andere Arenen waren unbezahlbar.

Im nächsten Jahr wieder in der gleichen Woche

Wie lief Ihr Turnier aus finanzieller Sicht?

Die schwarze Null wurde nur knapp verfehlt. Für eine geschmeidige Durchführung bräuchten wir 150.000 Euro Budget und keine unliebsamen Überraschungen: Es gab kein DSL in der Halle, deshalb mussten wir für den Livestream eine teure Satellitenverbindung bestellen.

Ist der Termin parallel zur ersten Turnier­woche der Australian Open günstig?

Es war zu dem Termin überhaupt das erste Challenger in Europa – in den 25 Jahren, seitdem es Challengers gibt. Also war es ein Schuss ins Blaue. Ich wusste nicht: Wie wird das Rückreiseverhalten aus Melbourne nach der Qualifikation? Aber bis auf die zwei Profis, die noch als Lucky Loser ins Hauptfeld der Australian Open hätten nachrücken können, sind alle gekommen. Wir bleiben im nächsten Jahr in derselben Woche. Wir haben schon gebucht!

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