Germany v Poland – Davis Cup Playoff Day 3

Nachgefragt bei Jan-Lennard Struff

Jan-Lennard Struff über seine starke zweite Jahreshälfte 2016


„Die Davis Cup-Siege waren schon cool“

Was waren Ihre Highlights der vergangenen Saison?

Auf jeden Fall die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio. Da wollte ich unbedingt dabei sein und es war ein unglaubliches Erlebnis. Auch der Davis Cup gegen Polen war Wahnsinn. Zwei Siege zum Klassenerhalt beisteuern zu können, war schon cool.

War das ein Moment, der Ihnen für den Rest des Jahres einen Schub gegeben hat?

Das hat mich natürlich gepusht. Wobei ich in der Woche vor dem Davis Cup auch schon ein Challenger gewonnen hatte und gut drauf war.

Sie spielen oft und erfolgreich für Blau-Weiß Halle in der Bundesliga. Fällt es Ihnen im Team leichter, gute Leistungen abzurufen?

Es macht mir einfach Spaß in der Mannschaft zu spielen. Ich habe früher auch noch Fußball gespielt. Wir sind so oft alleine auf der Tour unterwegs, spielen für uns. Es ist dann schön, dieses Gemeinschaftsgefühl zu erleben.

Wie ordnen Sie den Erfolg gegen Stan Wawrinka in Paris-Bercy ein?

Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Es war für mich der erste gegen einen Top Ten-Spieler. Das sind die Matches, für die man als Profi lebt.

Struff

Beim Masters in Paris gewann Jan-Lennard Struff gegen Stan Wawrinka in drei Sätzen.

Sie sind BVB-Fan. Dortmund spielte parallel zu Ihrem Wawrinka-Match in der Champions League. Sind Sie immer aktuell informiert?

Klar, nach dem Match habe ich gleich das Ergebnis gecheckt. Ich hatte sogar ein Ticket für das Spiel und wäre im Stadion gewesen, wenn ich in Paris vorher ausgeschieden wäre. Aber so war es doch besser.

Ausblick auf 2017

Wo bereiten Sie sich auf die Turniere vor?

Ich trainiere meistens im Leistungszentrum des Westfälischen Tennisverbandes in Kamen. Manchmal bin ich in Köln bei meinem Trainer Carsten Arriens. Oder in Lünen bei Fitnesscoach Uwe Liedtke. Zwischendurch streue ich noch ein einwöchiges Trainingslager in Nizza ein.

Wollen Sie 2017 Ihre bisherige Bestplatzierung  im Ranking mit Platz 46 knacken?

Auf jeden Fall! Mit Rang 63 bin ich ja nicht allzu weit entfernt. Aber dennoch ist der Weg länger, als man sich das vorstellt.

Ihre Ex-Trainerin Ute Strakerjahn hat Sie wegen finanzieller Forderungen verklagt. Inwiefern belastet Sie das?

Das ist ein Thema, mit dem man sich nicht gerne befasst. Es gibt Ungereimtheiten zwischen uns, und die versuchen wir zu klären. Ich denke, dass wir in den kommenden Monaten eine Einigung erzielen. Auf dem Court habe ich das alles recht gut ausblenden können. Sonst wären die guten Resultate zuletzt auch nicht möglich gewesen.

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