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Nicola Kuhn: „Mein Wille ist so groß wie der von Djokovic“

Nicola Kuhn, 15 Jahre alt, ist Deutschlands Top-Talent. Anfang Oktober erreichte er zusammen mit Marvin Möller und Maximilian Todorow den zweiten Platz beim Junior Davis Cup. Wir telefonierten mit Kuhn, als er sich gerade in der Equellite-Tennisakademie von Juan Carlos Ferrero in der Nähe von Allicante befand, wo er schon seit Jahren trainiert.

Nicola, du bist mit der deutschen U16-Mannschaft Zweiter beim Junior Davis Cup in Madrid geworden. Freust du dich darüber?

Klar, ich bin sehr zufrieden, wir haben als Team viel geleistet. Es gibt keine Enttäuschung über den verpassten Titel. Am Ende hat uns etwas die Kraft gefehlt und ich hatte ein paar körperliche Probleme. Es waren einige harte Matches dabei.

Was tat dir denn weh?

Mein Bein, ich konnte nicht mehr richtig laufen. Und meine Bauchmuskeln. Das behinderte mich beim Aufschlag.

Trotz deiner Blessuren bist du zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt worden. Wie wichtig ist diese Auszeichnung für dich?

Sie macht mich schon sehr stolz. Zumal ich auch einer der jüngsten Teilnehmer des ganzen Turniers war. Ich bin 15 Jahre alt, viele meiner Gegner sind schon ein Jahr älter. Deswegen ist diese Ehrung etwas ganz besonderes für mich und sie würdigt meine Leistung: Ich gab in meinen fünf Einzeln nur einen Satz ab.

Nicola Kuhn

King Kuhn: Der deutsche Nachwuchsspieler gewann jedes seiner fünf Einzel beim Junior Davis Cup.

Im Finale hast du sogar das kanadische Wunderkind Felix Auger-Aliassime geschlagen. Der ist so alt wie du, steht aber schon auf Patz 762 der Herren-Weltrangliste. Wie war das Match?

Gegen Felix gewann ich ziemlich souverän – trotz meiner kleinen Verletzungen. Am Anfang war es ausgeglichen, aber während der Partie wurde ich immer besser. Ich habe gut gespielt, musste aber auch nichts besonderes anstellen, um ihn zu schlagen.

2014 bist du mit Deutschland U14-Team-Weltmeister geworden. Damals habt ihr gegen Kanada im Finale gewonnen. Was lief dieses Mal anders?

Es sind zum Teil andere Spieler dabei gewesen und deswegen ist das schwer zu vergleichen. Ich verlor allerdings letztes Jahr gegen Felix.

Rudi Molleker, der 2014 dabei war, konnte wegen einer Verletzung nicht spielen. Hat er euch gefehlt?

Ich glaube nicht. Wir hatten eine tolle Mannschaft. Marvin Möller, der neben mir in den Einzeln eingesetzt wurde, hat richtig stark gespielt.

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