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Roger Federer: „Über mich wird viel gemunkelt

Herr Federer, wer ist am Jahresende die Nummer 1?
Ja, ich hoffentlich.
Zu wieviel Prozent?
Keine Ahnung, es kommt auf die nächsten Wochen und Monate an, da geht es um die Wurst.
Wie erleben Sie den aktuellen Dreikampf zwischen Ihnen, Djokovic und Nadal?
Nadal hat jetzt sein Hoch während der Sandplatzsaison, obwohl auch er gut auf Rasen und Hartplatz spielen kann. Djokovic hat gezeigt, dass er auf allen Belägen gute Ergebnisse erreichen kann  aber auch früh ausscheiden kann. Es ist nicht so einfach, immer an der Spitze zu spielen. Es gibt genügend gefährliche Spieler, die nichts zu verlieren haben bei zwei Gewinnsätzen kann das immer mal passieren. Das geht so schnell, dann ist man raus.
Sie haben in den ersten Monaten der
Saison ein paar überraschende Niederlagen kassiert. Nimmt damit der Angstfaktor ab, einen Roger Federer besiegen zu können?
Sie meinen, je öfter man verliert, desto eher glauben die anderen, dass sie dich schlagen können?
Ja, genau.
Das mag so sein, aber mit Glauben allein gewinnt man kein Match. Mich muss man schon auf dem Platz besiegen.
Was machte es so schwer, gegen Rafael Nadal zu gewinnen?
Gegen ihn habe ich das Risiko auf meiner Seite. Rafa ist gegen starke Spieler wie Djokovic oder mich immer in der Defensive. Er ist halt ein sehr guter Returner, hat einen unglaublichen Topspin, den er zwei Meter über das Netz spielt. Dadurch macht er nur wenige unerzwungene Fehler. Für ein solches Spiel braucht es eine sehr gute Beinarbeit aber die hat er ja.
Wie hoch schätzen Sie Ihre Chancen ein, in Wimbledon Ihren Titel zu verteidigen?
Für mich ist es großartig, jedes Jahr wieder nach Wimbledon zu kommen, um meinen Titel verteidigen zu können. Ich habe dort seit 2003 nicht mehr verloren! Das ist schon Wahnsinn. Und ich bin überzeugt, dass ich das auch in diesem Jahr wiederholen kann.
Sie kratzen bereits an einigen Rekorden:Björn Borg hat wie Sie fünfmal hintereinander in Wimbledon gewonnen, Pete Sampras insgesamt siebenmal. Wollen Sie Sampras noch überrunden?
Sicher, auf jeden Fall. Ich bin immer noch jung. Ich habe noch Zeit, aber den Rekord würde ich gern erreichen und brechen. Ich bin froh darüber, zu diesem exklusiven Kreis von Spielern zu gehören, die so viele Grand Slam-Siege haben und so lange auf der Spitzenposition gestanden haben. Das macht mich stolz und glücklich.



Das vollständige Interview können Sie in Heft 7/08 lesen.

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