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Tommy Haas im Interview: „Mein Job? Ein Sechser im Lotto!“

Er ist schon länger verletzt und kämpft um sein x-tes Comeback auf der Tour. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Tommy Haas der neue Turnierdirektor von Indian Wells wird. tennis MAGAZIN traf den 38-Jährigen zum ausführlichen Interview.

Haas über…

…seinen neuen Job als Turnierdirektor von Indian Wells

„Ich kenne den Turnierbesitzer Larry Ellison schon seit Jahren. Wir sind mittlerweile gute Freunde geworden, haben gemeinsame Interessen und pflegen daher gemeinsame Aktivitäten. Für Tennis teilen wir eine große Liebe, über die wir Tag und Nacht reden können. Immer wenn ich beim Turnier in Indian Wells war, hatte ich eine großartige Zeit… Nach dem Ausscheiden des früheren CEO Raymond Moore haben mich die Verantwortlichen des Turniers kontaktiert. Da ich selbst an solch einer Tätigkeit interessiert war, gab es aber ungeachtet dessen auch von mir Bestrebungen, die Organisation dieses Großevents mitzugestalten und mitzuverantworten.“

… Pläne mit Agassi und Sampras

„Ich werde sehen, wie ich meine Drähte zu ehemaligen Spielern nutzen kann. Ich habe immer noch einen guten Kontakt zu Andre Agassi und Pete Sampras. Ich würde gerne den Respekt vor meinen Idolen zeigen. Pete hat in direkter Nähe zu Indian Wells ein Haus und spielt dort oft Golf. Wenn er vor Ort ist und ein Charity- oder Exhibition-Match spielen möchte – gerne! Andre ist sowieso oft in der Gegend, da er viele Leute kennt, die in das Turnier involviert sind.“

… seine Verletzungen und Comebackpläne

„Ich bin 38 Jahre alt. Ich habe in der letzten Zeit nicht viel trainieren können. Mein Körper hat viel durchgemacht. Das summiert sich. Kondition, Muskeln – das existiert alles nicht. Was das betrifft, bin ich ein Anfänger. Es fehlt auch das Vertrauen, wieder richtig in die Ecken zu laufen… Ich weiß nicht, ob ich es mental noch einmal schaffe, das schon wieder durchzustehen, ohne eine Garantie, dass ich Matches gewinne und verletzungsfrei bleibe. Ganz klar: Die Frage stellt sich, ob es mir das noch einmal wert ist. Ich möchte nicht auf den Platz gehen und ein 1:6, 1:6 kassieren gegen einen Gegner, den ich schlagen würde, wenn ich hundertprozentig fit wäre – das wäre hart. Andererseits: Ich würde gerne noch ein paar Turniere spielen.“

… sein Verhältnis zu Boris Becker

„Ich bin Boris-Fan, egal, was über die ganzen Jahre zwischen mir und ihm passiert ist. Wenn wir uns sehen, umarmen wir uns und reden über Tennis. Er gehört einfach zum Tennis. Wenn ich ihn auf der Tribüne sitzen sehe, fühle ich mich in die Zeit versetzt, als er in meiner Box beim Davis Cup saß. Ich wusste immer, dass jemand da ist, der hinter mir steht. Das hat geholfen. Es gibt immer wieder Leute, die mich nach Boris fragen. Es gab diesen Tiefpunkt mit den Fotos in der Bild-Zeitung, als er die Mütze mit den Fliegenklatschen trug. Ich bin wirklich froh, dass er sich gefangen hat.“

… Donald Trump

„Es ist ein ganz heikles Thema. Er ist auch so weit gekommen, weil er Sachen sagt, die sich andere nicht trauen. Das ist eine Mischung aus Entertainment, Ehrlichkeit und Dingen, die den Nerv vieler Amerikaner treffen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er Präsident wird. Ich kann aber den Frust vieler Amerikaner nachvollziehen. Und auch Hillary Clinton wird, glaube ich, von vielen kritisch betrachtet. Insgesamt bin ich von der Politik derzeit zu weit entfernt, um eine sachlich adäquate Aussage treffen zu können.“

Das komplette Interview lesen Sie in unserer neuen Ausgabe 8/2016, ab 22. Juli am Kiosk. Das Heft hier bequem bestellen.

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