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Editorial: Boris ante Portas

Boris Becker taucht bei uns im Blatt (Inhalt Ausgabe 3/2017) an mehreren Stellen auf. Das war bei unserer Heftkonzeption nicht unbedingt zu erwarten, ist aber auch nicht überraschend. Warum? Weil die Marke BB aktuell eine der heißesten Waren im Tennisgeschäft ist. Nach seiner Trennung von Novak Djokovic ist der 49-Jährige gefragt wie nie. Durch die Erfolge mit dem Serben hat er sich den Respekt der Szene zurückerarbeitet. Fliegenklatschenfoto war gestern. Heute sagen viele, die ihm nahestehen: „Boris hat sich geändert.“ Zum positiven, na klar.



Becker als TV-Experte: Die Zuschauer mochten Ihnen

Editorial tennis MAGAZIN: Boris ante Portas

Gefragt: Boris Becker am Abend des 4. Februar beim Ball des Sports. Zuvor schaute er beim Davis Cup zu.

Am schnellsten schnappte Eurosport zu, als Becker frei auf dem Markt war. Sein Debüt am Mikrofon während der Australian Open passte perfekt ins längst wieder aufpolierte Image – die Zuschauer mochten ihn. Eine Woche nach dem TV-Engagement gab es die nächsten medienwirksamen Auftritte – beim Ball des Sports in Wiesbaden und beim Davis Cup in Frankfurt. Per SMS hatte sich Becker beim DTB angekündigt und die Verbandsfunktionäre freuten sich über den prominenten Besucher, der sogar in der Spielerbox Platz nahm. Dass es mehr werden könnte, als eine Stippvisite, darauf deutet einiges hin. Gespräche gab es in letzter Zeit immer mal wieder mit dem Mann, der von 1997 bis 1999 schon einmal DTB-Teamchef war.

Becker diktiert die Bedingungen

Im Klartext: Beim DTB ist man hochinteressiert an Beckers Knowhow. Und Becker, vor ein paar Jahren noch der gefallene Held in Tennis-Deutschland, findet Gefallen daran, dass man ihn wieder hofiert. Zu klären dürfte sein, ob der DTB ihn bezahlen kann und welche Rolle er sich vorstellt. Die Bedingungen in dieser möglichen Liaison diktiert Becker. Was für das Engagement spricht: Maximal vier Wochenenden im Jahr wird Davis Cup gespielt. Es wäre mit einer Kommentatorentätigkeit problemlos zu vereinbaren. Der Zeitpunkt spricht ebenfalls für den Weltklassecoach: Nach der bitteren Davis Cup-Niederlage gegen Belgien besteht Handlungsbedarf.

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  1. Alex

    Diese Forderung erschließt sich mir nicht logisch – würden Sie auch bspw. so argumentieren, wenn es um einen Job geht, den Sie persönlich ausführen sollen? Würden Sie da auch mal einfach mit der Anmerkung, dass es Ihnen doch eine Herzensangelegenheit sein sollte, auf ein (angemessenes) Honorar verzichten?

  2. Stefan Höfel

    Na, es gibt doch ehrenamtliche Tätigkeiten. Viele Vereins-/Verbandspräsidenten sind doch nur unbezahlte Funktionäre. Es geht doch um die Sache, nicht um einen Fulltime-Job. Außerdem hat ein Mann wie Becker andere Einnahmequellen. Er kann genausowenig wie andere zwei oder mehr Jobs gleichzeitig zu 100% ausfüllen. Wenn man genug Vermögen hat, das kann man bei Becker voraussetzen, hat man die Zeit sich genau um die Dinge zu kümmern, die einem wichtig sind, und man sich für „unersetzbar“ hält. Da ich kein Vermögen habe, stellt sich mir die Frage, ob ich etwas unbezahlt machen würde, leider gar nicht.

  3. Stefan Höfel

    An Joseph, bitte erst einmal meinen Namen richtig schreiben. Was ist denn daran Quatsch? Sie haben meine Aussage eben nicht verstanden. Es ist kein Fulltime-Job. Schon mal selbst ehrenamtlich gearbeitet?
    Wieviel Geld sollte den Becker Ihrer Meinung nach bekommen? Etwas „Quatsch“ nennen ohne eigenen Vorschlag! Wow!

    • Joseph

      Ja, habe auch schon ehrenamtlich gearbeitet – viele Jahre, ohne Entgelt.

      Aber auch Sie sollten langsam vielleicht einmal beginnen, die Leistungen des besten deutschen Tennisspielers aller Zeiten anzuerkennen!

      Ja, auch wenn Sie noch so lange im Ihren Archiven kramen, auch der sehr verehrte Herr Gottfried von Cramm kann mit den Leistungen von Boris Becker nicht mithalten.

  4. Stefan Höfel

    Aller Zeiten? Können Sie in der Zukunft sehen? Von Cramm habe ich bis heute hier nicht erwähnt, aber der hat auch auf Sand gewonnen. Becker gewann keines seiner sechs Sandplatzfinals, ja sogar keinen der sechs Tie-Breaks in diesen Endspielen. Noch einmal die Frage: Wieviel Geld soll denn Becker für den Nicht-Fulltime-Job bekommen? Und nur weil jemand bis heute der erfolgreichste männliche deutsche Tennisspieler ist, kann er doch nicht automatisch alle anderen Tätigkeiten im Tennis-Bereich ebenso erfolgreich ausfüllen. Nicht jeder sehr gute Fußballer ist auch ein sehr guter Trainer, Manager, …


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