Fed Cup Team Germany – Press Conference

Fed Cup-Relegation: Rittners wichtigster Sieg

Das A-Wort. Es sollte beim Abstiegsmatch in Rumänien unbedingt vermieden werden. A wie Abstieg, A wie Angst. Dabei lag das A in der Luft, es war fast greifbar. Denn als Favorit reiste das deutsche Team nicht in das „Reich von Dracula“, wie die Boulevardpresse schrieb. Eine vollgepackte Halle mit 7.500 Zuschauern, ein Belag, der der Heimmannschaft entgegenkam, eine Halep, die in den letzten Wochen wieder aufsteigende Form zeigte. Vor allem: Man konnte sich nicht unbedingt auf das deutsche Doppel verlassen, das in den letzten Partien so schwach agiert hatte.

Und dann kam doch alles anders. A wie aggressiv, A wie astrein. Das 4:1 in Rumänien war auch eine Demonstration des Teams von Barbara Rittner. Die Botschaft: 2016 ist vorbei, aber 2017 spielen wir wieder um den Titel mit. Wer weiß, was passiert wäre, wenn das deutsche Team tatsächlich verloren hätte. Ob das Team den Abstieg verkraftet hätte. Und ob die Teamchefin an Bord geblieben wäre. Denn die letzten Niederlagen – in Sotschi, in Leipzig – haben an Rittner genagt.

Bedanken kann man sich vor allem bei Angelique Kerber. Die wie eine Grand Slam-Siegerin auftrat, die ihren Gegnerinnen keine Chance ließ. Dass Halep etwas angeschlagen war – egal. Die Souveränität der deutschen Nummer eins war beeindruckend.

Petkovic erst pfui, dann hui

Beeindruckend war auch, dass Andrea Petkovic den dritten Punkt holte. Ihr erster Satz war so schwach, dass es wohl die Physiotherapeutin im Team – Petra Winzenhöller – besser gemacht hätte. Stark, wie sie die Wende schaffte, wie sie ihren Spielplan komplett änderte, auch wenn es nicht immer ansehnlich war, was beide Spielerinnen im vierten Match ablieferten.

Aber am Ende war kein schönes Spiel entscheidend, sondern der Verbleib unter den besten acht Teams. Ihre Pflicht hat Rittners Team getan, 2017 muss die Kür folgen.

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  1. Stefan Straub

    Erstaunlich woher das Tennismagazin wieder seinen Optimismus nimmt. Um den Titel spielt dieses Team auch 2017 nicht mit, wenn es bis dahin nicht wieder eine zweite starke Einzelspielerin gibt. Petkovic war die 2016, trotz des Siegs gegen Niculescu, jedenfalls nicht.

  2. Jones

    Wer ist für diese Mannschaft denn nicht zu besiegen? Die Tschechen sind mit Strycova und Pliscova ins Finale eingezogen sind, wobei beide Golubic verloren haben.
    Die Franzosen sind mit Garcia und Mladenovic ins Finale eingezogen, also man braucht sicherlich nicht 2 top 10 Spielerinnen um ins Finale zu kommen, wenn die beiden Teams ohne top 15 Spielerin ins Finale einziehen können.


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