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Jack Sock – übertriebener Hype um eine faire Geste

Richtig, so gut wie keiner. So entsteht ein zu großer Hype um eine Szene bei einem unbedeutenden Turnier, der die Aktion von Sock überhöht. Wenn schon einige User schreiben, dass man solche Szenen deutschen Profi-Fußballern zeigen sollte, die doch längst jeden Anstand verloren hätten, dann wird das Handeln von Jack Sock zum Legendentum verklärt, womit es aber definitiv nichts zu tun hat.

Würde Sock auch in Melbourne so handeln?

Denn eine Frage muss erlaubt sein: Würde er so etwas übernächste Woche in Melbourne machen, wenn er bei 35 Grad im Schatten um den Einzug in die zweite oder dritte Runde der Australian Open kämpft? Wenn es um richtig viel Geld und wichtige Weltranglistenpunkte geht? Niemand kann diese Fragen klar beantworten, wahrscheinlich noch nicht einmal Sock selbst. Jedem aber sollte klar sein, dass die Chancen für derartige Fair Play-Szenen bei wichtigen Turnieren eher gering sind.

Tim Smyczek, ein Landsmann von Sock, bildet da eine seltene Ausnahme. Als er gegen Rafael Nadal letztes Jahr bei den Australian Open Ende des fünften Satzes auf zwei Neue für seinen Gegner entschied, weil der Spanier bei seinem ersten, fehlerhaften Aufschlag durch Zuschauer-Zurufe gestört wurde, erzeugte diese Aktion aber nicht halb soviel Aufmerksamkeit.

Hier die Szene aus dem Match Smyczek/Nadal, AO 2015:

Jack Sock ist ein toller Typ, eine ehrliche Haut. Seine Aktion gegen Hewitt verdient Respekt. Man sollte nun nur nicht den Fehler machen, ihn zur Ikone des Fair Plays zu adeln. In Österreich schreiben einige Website schon von der „Fair Play-Aktion des Jahres“. Das ist – mit Verlaub – totaler Schmarrn.

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