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Jubiläen! Es gibt immer was zu Feiern…

Es gibt immer etwas zu Feiern. Im normalen Leben – und auf der Tennistour. Also: Letzte Woche feierte das Turnier in Indian Wells seinen 40. Geburtstag. Sie waren alle sehr stolz auf das Event in der kalifornischen Wüste, auch wenn das Jubiläum im Grunde eine Mogelpackung ist. Denn die Premiere fand in Tuscon, Arizona, statt – also in einem komplett anderen Bundesstaat. Das Turnier wanderte dann über Palm Springs, das ist der Ort, wo die ganzen Villen der Hollywoodstars stehen, Rancho Mirage und La Quinta, wo Boris Becker einst ein Haus besaß, nach Indian Wells. Die bislang letzte Station wird übrigens wegen der Alterspyramide, die hier eher einem Hammer ähnelt, etwas despektierlich „Wartezimmer Gottes“ genannt wird.



Gefeiert haben sie diese Woche auch in Miami – 100 Jahre Miami Beach. Das ist etwas ganz anderes als diese popeligen 40 Jahre. Miami Beach, diese Sandbank der Reichen und Schönen war eigentlich schon alles in seiner Geschichte: Art Deco-District, Gangsterversteck, Rentnerparadies (siehe Indian Wells), Drogenhöhle, Schwulenmekka und Szenetreff. Am Dienstag machten die Tennisstars der Mangroveninsel ihre Aufwartung und so wehte auch über den rund eine halbe Autostunde entfernten Miami Open auf der Halbinsel Key Biscayne ein Hauch von Jubiläum.

Im Grunde geht es ja Miami immer darum, besser zu sein als Indian Wells. Vor allem, weil man zurzeit daran zu Schlucken hat, dass sie von den Kaliforniern überholt wurden. Indian Wells hat das größere Stadion, mehr Zuschauer und mittlerweile die modernere Anlage.

Federer, Djokovic, Becker – Jubiläen überall

Den Spielern ist die Konkurrenz schnurzegal. Sie feiern ihre eigenen Jubiläen. Federer spielte in Indian Wells sein 40. Mastersfinale, Djokovic gewann in der Wüste seinen 50. Titel. Damit überholte er auch sienen Coach Boris Becker. Aber eines wird ihm der Schützling nicht nehmen können: Becker feiert dieses Jahr 30-jähriges Wimbledonjubiläum. Der 17-jährigste Leimener wird das wahrscheinlich selbst kaum glauben.

Noch ein Jubiläum gefällig? Thomas Muster, der „Alpen-Boris“, den mit Key Biscayne verbindet, dass ihn dort einmal ein betrunkener Autofahrer auf einem Supermarkt-Parkplatz fast zum Krüppel fuhr, darf dieses Jahr auch die Sektkorken knallen lassen – 20 Jahre liegt sein Sieg bei den French Open zurück. Für die, die sagen „Ach ja“, aber sich nicht mehr genau erinnern: Muster schlug damals im Finale Michael Chang und verlor ein Jahr später als Titelverteidiger gegen Michael Stich.

Es gibt immer etwas zu feiern: Selbst wir, das tennis MAGAZIN, planen schon den 40. Geburtstag, im nächsten Jahr ist es soweit. Unser erster Titelheld hieß übrigens Ilie Nastase. Der Rumäne war 40 Wochen lang die Nummer eins, was vor zwei Jahren groß gefeiert wurde, als die Weltrangliste 40 wurde. Nastase wird 2016, wenn wir 40 werden, 70. Man kann sich vorstellen, dass das für den Lebemann nicht unbedingt ein Grund zum Feiern ist.

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