The Championships – Wimbledon 2007 Day Thirteen

Kiwis Wimbledon-Prognose: Chance für die Youngster!

Klartext Kiefer

Tour-Insider: Nicolas Kiefer war von 1995 bis 2010 Profi. Heute arbeitet der 37-Jährige als Trainer und TV-Experte – und als Kolumnist für tennis MAGAZIN.



tennis MAGAZIN-Kolumnist Nicolas Kiefer gibt seine Wimbledon-Prognose ab und traut auch den jungen Wilden im All England Club einen Coup zu.

Wer gewinnt Wimbledon 2015? Keine leichte Frage! Sollte ich wetten, würde ich auf Novak Djokovic setzen. Die Finalniederlage von Paris gegen Stan Wawrinka wurmt ihn noch immer – wer ihn kennt, der weiß, wie sehr ihn die verpasste Chance auf den Karriere-Grand Slam ärgert. Außerdem hat der Serbe in den vergangenen Jahren – auch mit der Hilfe von Boris Becker – sein Spiel perfekt an den Rasen adaptiert. Djokovic schlägt extrem konstant und effektiv auf, er ist der beste Returnspieler auf der Tour und hat sein Volleyspiel enorm verbessert, vor allem der erste Flugball ist viel sicherer und gleichzeitig gefährlicher geworden.

Federer kann noch ein Major gewinnen!

Day Thirteen: The Championships - Wimbledon 2014

Duellierten sich 2014 in einem denkwürdigen Endspiel: Novak Djokovic (li.) und Roger Federer.

Neben Djokovic ist Murray für mich einer der großen Favoriten. Der Schotte spielt eine unglaublich starke Saison, hat seine Fitness in den vergangenen Monaten enorm verbessert – schon bei den Sandplatzevents zahlte sich das aus. Allerdings: Sein Druck in Wimbledon ist riesig, meiner Meinung nach sogar noch höher als vor seinem ersten Triumph 2013. Die britischen Fans wissen, wie stark er in Form ist – und erwarten einen weiteren Triumph. Und Roger Federer? Er ist für mich ein heißer Anwärter auf den Titel im All England Club. Ja, ich glaube wirklich, dass er auch mit 33 Jahren noch imstande ist, einen Grand Slam-Titel zu gewinnen. Nirgendwo sind seine Chancen größer als in Wimbledon!

Dimitrov – der Youngster mit der größten Chance

Wünschen würde ich mir, dass einer der Youngster einen Coup landet und endlich einen großen Titel gewinnt. Ich glaube, es ist endlich an der Zeit, dass einer der jungen Wilden in Wimbledon triumphiert – so wie Federer 2003, der damit eine neue Ära einläutete. Die Frage ist: Wer von ihnen ist am ehesten in der Lage, zwei Wochen lang konstant am Limit zu spielen? Milos Raonic, Kei Nishikori, Nick Kyrgios – alles Namen, die man nennen muss. Vor allem aber habe ich Grigor Dimitrov als Außenseitertipp weit oben auf dem Zettel stehen. Obwohl er in den letzten Monaten stagnierte und in dieser Saison weder bei den Grand Slams noch bei den Masters-1000er-Events über das Viertelfinale hinaus kam, ist er für mich derjenige, der die größten Chancen hat, in Wimbledon weit zu kommen. Sein Spiel – das hat er letztes Jahr gezeigt, als er ins Halbfinale stürmte und sogar Murray zerlegte –, ist perfekt für Rasen. Ihm kommt der verhältnismäßig flache Ballabsprung entgegen, zudem variiert er gut zwischen geraden Schlägen, Spin und Slice, trifft die Bälle früh.

Eine Einladung von Martina Navratilova

Nicolas Kiefer

Scheiterte 1999 in Runde zwei an Boris Becker: Nicolas Kiefer.

Ich erinnere mich übrigens noch heute gern an meine Matches in Wimbledon. Es war immer eine besondere Atmosphäre dort. Man wohnte mit seinem Team in normalen Wohnhäusern und nicht in Hotels. Man kochte selbst, saß gemütlich zusammen, ganz anders als bei allen anderen Turnieren auf der Welt. 1999 wohnte ich direkt neben Martina Navratilova. Vor meinem Zweitrundenmatch gegen Boris Becker sagte sie mir: „Sei nicht so nervös und genieße dein Match auf dem Centre Court!“ Abends schob sie einen Zettel unter meiner Tür durch. Sie schrieb, ich dürfe gern mit meinem Team zum Grillen rüberkommen, falls ich nicht einschlafen könne. Leider habe ich die Botschaft erst am nächsten Morgen entdeckt. Wer weiß: Hätte ich die Einladung angenommen, vielleicht wäre wenigstens ein Satzgewinn gegen Boris drin gewesen. Den Brief von Martina fand ich so witzig, dass ich ihn bis heute aufgehoben habe.

Und wer glauben Sie macht dieses Jahr in Wimbledon das Rennen? Gewinnt einer der großen Superstars oder hält am Ende ein Newcomer den goldenen Pokal in den Himmel? Legen Sie sich fest und platzieren sie bei unserem Partner Tipico hier Ihre Wette: Einfach klicken, setzen und mit Sachverstand und etwas Glück gewinnen!

 

 

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  1. Josef

    …kann man endlich ‚mal auch im Tennis den äußerst ausgeleierten und absolut abgenudelten Spruch von „den jungen Wilden“ weglassen? – Danke, Herr Kiefer! 🙂

  2. Steffan

    Kann man auch mal vielleicht den Text Korrektur lesen lassen? Die Ansammlung von Typos falschen Wörtern etc. ist ja grauenvoll, fast so wie sein Spiel damals.

  3. Carli Underberg

    @Steffan: Möchte noch flink bemerken, dass wir eine kleine Mannschaft sind, die zwei Homepages und ein Print-Magazin für Euch Tennisfans zaubert. Hin- und wieder mal ein Fehlerchen passiert. Sollte man uns auch nachsehen können. Daher mein Kommentar zu Deinem Kommentar: Hinweis gut, Tonfall weniger! Danke und viel Spaß auch beim Stöbern auf http://www.tennismagazin.de/wimbledon

  4. Tennisfan

    Herr Underberg, ich finde das Tennismagazin (Dank Poststreik habe ich die aktuelle Ausgabe noch nicht erhalten – ich verfluche die Post deswegen) und auch die Onlineausgabe sehr gut. Dank an Ihnen und an die Redakteure! Allerdings solltet Ihr zur Kenntnis nehmen, dass doch einige (wenn nicht gar viele) Leser Nicolas Kiefer als Kommentator nicht mögen, wofür es durchaus Gründe gibt. Und Ihr so schmerzfrei seid, ihn immer und immer wieder zu bringen. Insofern kann ich den Tonfall von Steffan verstehen.

    • Carli Underberg

      @tennisfan: dass NK polarisiert und teilweise sogar provoziert, ist mir bewusst. Aber ist das nicht genau die Aufgabe eines Kolumnisten? lieber jemanden an dem man sich reiben kann, als kuschelkurs. Und @Steffans Kritik zielte auf zwei Flüchtigkeitsfehler im Text. Das passiert auch mal der Zeit und der Süddeutschen. Darf nicht passieren, tut es halt eben dennoch immer mal wieder!

      Entscheidend ist doch am Ende sowieso: wir alle lieben Tennis! Deswegen machen wir das tennisMAGAZIN.

  5. michael

    es ist einfach unerträglich welchen Unsinn Nicolas Kiefer so von sich gibt. Teile die Einstellungen von Steffan, und muss Herrn Underberg mal sagen, dass es zwar das Recht
    des Tennismagazin ist, sich als Experten zu holen, wen er will, aber dass es das Recht der Leser ist, wenn der Experte nur Schrott von sich gibt, sich ein anderes Tennismagazin zu kaufen. Denn so schlechte Experten wie Nicolas Kiefer braucht man halt nicht

  6. Klaus Saalfeld

    Herr Underberg, Sie machen ein Fachmagazin, das sollten Sie nicht vergessen. Und ein Fachmagazin zeichnet sich dadurch aus, dass es eine gewisse Expertise ausstrahlt. Von ihren Redakteuren läßt sich das mit Fug und Recht behaupten – von Nicolas Kiefer leider nicht. Was hilft es Ihnen denn, wenn Herr Kiefer nur dadurch polarisiert, weil er erwiesenermaßen Unsinn von sich gibt? Im Endeffekt schädigt er damit die Marke Tennismagazin, weil Sie ihm immer wieder eine Plattform geben. Echt schade, holen Sie sich Experten, die eines Fachmagazins würdig sind.

  7. Tennisfan

    Zu Nicolas Kiefer kann man stehen wie man will. Man muss ihm zugute halten, dass er sich bei seinen letzten Kommentaren um Fairness bemüht hat. Aber aufgrund seiner Vorgeschichte in seiner aktiven Zeit wird das nur wenige besänftigen.
    Ein anderes Tennismagazin ist aber keine Alternative. Das sind Verlautbarungsorgane der Verbände ohne kritische Berichterstattung. Wir können froh sein, dass es in unserer Sportart noch ein unabhängiges Fachmagazin gibt. Dies ist nicht selbstverständlich, wenn man sich andere Sportarten ansieht.


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