Germany v Switzerland – 2016 FedCup Day 1

Mail aus Leipzig: Hoffnung aufs Halbfinale

Nach dem ersten Tag beim Fed Cup-Erstrundenduell in Leipzig zwischen dem DTB-Team und der Schweiz steht es 1:1. tennismgazin.de mit den Eindrücken vom Samstag.



Kaum waren Andrea Petkovic und Belinda Bencic mit den Pressekonferenzen nach ihrem Auftaktmatch fertig, hatte  Angelique Kerber auch schon den ersten Satz für sich entschieden. 6:1 nach exakt 30 Minuten. Timea Bacsinszky, Kerbers Gegnerin am Samstagnachmittag und immerhin die Nummer 15 der Welt, hatte in diesem ersten Durchgang keine Chance – und letztlich im gesamten Match nicht. Die deutsche Nummer eins spielte so selbstbewusst wie man eben auftritt, wenn man sich Grand Slam-Siegerin nennen darf: druckvoll, aggressiv bereits bei jedem Return. Am Ende konnte sie bei ihrem 6:1, 6:3-Sieg sogar noch Kräfte sparen – falls sie nach den Strapazen der vergangenen Woche überhaupt noch welche besitzt – für das morgige Spitzenspiel gegen Belinda Bencic, die den Tag mit einem starken Auftritt gegen Andrea Petkovic eröffnet und die Schweiz in Führung gebracht hatte (6:3, 6:4). Alles auf Null also nach dem ersten Tag in Leipzig.

41 unerzwungene Fehler von Petkovic

Teamchefin Barbara Rittner hatte es vorher „für möglich gehalten“, dass Petkovic gegen Bencic gewinnen könnte. Jedoch, das wurde schnell klar, nicht an diesem Tag. Und nicht auf diesem schnellen Untergrund, der dem druckvollen Spiel der erst 18-Jährigen Bencic entgegenkam. 41 sogenannte „Unforced Errors“ waren definitiv zu viele. Vor allem auf der Vorhandseite wackelte Petkovic extrem. „Heute war Andy ein gutes Stück davon entfernt“, stellte Rittner hinterher fest.

Fed Cup-Teamchefin Barabara Rittner (r.) im Gespräch mit Andrea Petkovic

Fed Cup-Teamchefin Barabara Rittner (r.) im Gespräch mit Andrea Petkovic.

Petkovics Ergebnis ließ den vielzitierten Druck auf Kerbers Schultern vor den 4.200 Zuschauern in der Messehalle 1 nicht geringer werden. Beim Einmarsch der Teams bekam sie – logisch – den größten Applaus. Auch von ihrer Mutter Beata, die mit schwarz-rot-goldener Hawaiikette auf der Tribüne saß und bei beiden Matches mitfieberte. Während der Partien wirkte sie allerdings äußerlich so cool wie ihre Tochter auf dem Court.

 Kerber liefert – fürs erste

Die scheint seit Australien eine neue Stärke in ihrem Spiel entdeckt zu haben – den Aufschlag. Mit bis zu 186 km/h in der Spitze servierte die Linkshänderin – auf dem schnellen Hallenboden eine echte Waffe. Trotz dreier Doppelfehler gewann sie zu 74 Prozent den Punkt beim 1. Aufschlag, beim zweiten waren es sogar starke 81 Prozent.

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