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Mail aus Melbourne: Die Sache mit dem Fed Cup

Eine Frage schwingt ihn diesen Tagen bei allen Gesprächen mit den erfolgreichen deutschen Damen mit: Wer spielt Fed Cup? Wer gehört zum Team, wenn Deutschland in knapp zwei Wochen gegen die Schweiz in Leipzig antritt?



Barbara Rittner, die gestern vor dem fantastischen, dramatischen, kuriosen Match von Anna-Lena Friedsam gegen Agnieszka Radwanska zurück nach Deutschland flog, wird sich während der 24-Stunden-Reise ihre Gedanken gemacht haben. Als die beiden letzen deutschen Damen im Wettbewerb, Angelique Kerber und Annika Beck (6:4, 6:0 für die Kielerin) am Montagmorgen Ortszeit Melbourne ihr Achtelfinale in der Rod Laver Arena austrugen, war die Fed Cup-Chefin schon zu Hause.

Also wer spielt? Gesetzt ist bislang nur Kerber. Sie ist die klare Nummer eins. Vieles deutet darauf hin, dass Andrea Petkovic ebenfalls zum Team gehört. Dafür sprechen ihre Erfahrung, ihre letzten Einzel-Auftritte, ihr Standing im Team und die Tatsache, dass sie gut Doppel spielen kann. Auch ihr Auftritt in Melbourne war nicht so mies, wie viele meinten. In der ersten Runde gegen Elizaveta Kulichkova gab es durchaus positive Signale (wenn auch nur wenige…).

Es ist davon auszugehen, dass Rittner angesichts der guten Resulte ihrer „Mädels“ fünf Spielerinnen nominieren wird und sich kurzfristig auf ihre Top 4 festlegen wird. Mit anderen Worten: Annika Beck und Anna-Lena Friedsam sind im Topf. Nicht auf der Liste dürfte Sabine Lisicki stehen. Die mangelnde Fitness und ihre schwachen Leistungen bei der letztjährigen Halbfinal-Pleite gegen Russland in Sotschi sprechen klar gegen die nominelle deutsche Nummer drei.

Ach ja Sotschi: Vor ein paar Wochen sagte Andrea Petkovic in der Süddeutschen Zeitung sinngemäß: „Entweder das Team fliegt auseinander oder die Erfahrung schweißt uns zusammen.“ Man wird sehen, was passiert. Fakt ist, dass Rittner mit allen Beteiligten vor Ort Einzelgespräche führte. Man sei wieder im Reinen, heißt es.

Auch ein Team-Abend vor dem Turnier, als sich die Damen und das Betreuer-Team bei einem Italiener in Downtown trafen, ist bei allen Beteiligten in bester Erinnerung. „Oliver Pochers Sprüche waren sensationell“, sagt einer aus dem inneren Zirkel. „Er hat den ganzen Abend geschmissen.“

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