2015 U.S. Open – Day 3

Mail aus New York: Big, bigger, US Open

Für 500 Millionen Dollar baut der amerikanische Verband die US Open um. In seiner Mail aus New York schildert unser Reporter, was sich bis 2018 auf der Anlage verändern wird.

Wer mit dem Bus am East Gate abbiegt und Richtung South Gate fährt, kommt an einem etwas unschönen Anblick nicht vorbei. Eine Bretterwand verhüllt den Blick auf einen halbfertigen Court – der neue Grand Stand. 2016 soll dieser drittgrößte Platz von Flushing Meadows fertig sein. 8.000 Zuschauer wird er fassen. Auf der ganzen Anlage gibt es Bilder des neuen Stadions. Sieht man sie sich an, denkt man: Das wird richtig schön im nächsten Jahr. In seiner Architektur erinnert der Court an die berühmte Stierkampfarena von Roland Garros.

2018 wird alles fertig sein

Der Grand Stand ist nur ein Teil des gigantischen Projektes, das zurzeit im Gange ist. „Seit vier Jahren gibt es die Pläne für den Umbau. 2018 wird alles fertig sein“, sagt Chris Widmaier, Pressechef des amerikanischen Verbandes USTA.

NEW YORK, NY - AUGUST 29:  Construction of the new Grandstand court is seen in front of the newly roofed Arthur Ashe Stadium at USTA Billie Jean King National Tennis Center on August 29, 2015 in the Flushing neighborhood of the Queens borough of New York City. The new 8,000-seat show court is expected to be completed for the 2016 U.S. Open.  (Photo by Michael Heiman/Getty Images)

Noch eine riesige Baustelle: Im nächsten Jahr soll hier der neue Grandstand für 8.000 Fans stehen.

Es wird Zeit. Die anderen Major-Turniere sind enteilt. Trendsetter sind die Australian Open im Melbourne Park mit drei überdachten Stadien. In diesem Jahr hat auch Paris mit seiner Offensive gestartet. Und in Wimbledon ist der Wechsel ebenfalls im Gange: mehr Courts, ein Ambiente wie in einem Park, ein zweites Dach neben der Centre Court-„Kopfbedeckung“.

Federer: „Die Qualität wird steigen“

Bei den US Open kommt das Dach im nächsten Jahr. Jahrelang hieß es: Über das größte Tennisstadion der Welt mit 23.700 Zuschauern könne man kein Dach bauen. Aber amerikanische Architekten haben getüftelt – es geht. Die Stahlkonstruktion mit gewaltigen Trägern steht schon. 6.000 Tonnen Stahl wurden verbaut. Im nächsten Jahr ist auch die mobile Dachkonstruktion fertig.

Die Veränderungen sind jetzt schon spürbar. „Es kommt weniger Wind ins Stadion. Ich denke, die Qualität der Matches wird steigen“, sagt Roger Federer. Kritiker glauben, dass es unter dem geschlossenen Dach zu laut werden könnte. Fotografen bemängeln die neuen Lichtverhältnisse.

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