Roland Garros 2016 – Day fifteen

Mail aus Paris: Djokovics Triumph für die Geschichtsbücher

Novak Djokovic heißt der Sieger des Herrenfinals 2016 bei den French Open. Der Serbe machte mit seinem ersten Sieg im vierten Endspiel seinen lang ersehnten Karriere-Grand Slam perfekt.



Am Ende geschah das Unerwartete. Als Novak Djokovic mit dem Coupe des Mousquetaires auf das Siegerpodest stieg und ihn gen Himmel reckte, zeigte sich dort tatsächlich die Sonne. Das gesamte Turnier hatte man darauf warten müssen, nichts war von ihr zu sehen gewesen.

Ein Wimpernschlag im Vergleich zur Zeitspanne, die der Serbe auf seinen Premierentitel in Roland Garros hatte warten müssen. Elf Jahre vergingen seit seinem ersten Auftritt in Paris, in denen er drei Mal kurz vor dem Ziel stand, den letzten Schritt aber nicht gehen konnte. Zwölf Versuche benötigte die Nummer eins für seinen ersten Sieg. So viele hat keiner seiner Vorgänger jemals gebraucht. Keine Frage, der Erfolg war verdient.

Mail aus Paris: Djokovic

Faire Geste: Andy Murray beglückwünscht Novak Djokovic.

Eines stand bereits vorher fest: In der Liste der French Open-Sieger würde ein neuer Name auftauchen. Entweder der von Andy Murray, der erstmals im Finale von Roland Garros stand. Oder der von Novak Djokovic, der Nummer eins, die bereits zum vierten Mal versuchte, das Endspiel auf der Roten Asche für sich zu entscheiden.

Es war kein Match, dass die rund 15.000 Zuschauer auf den Tribünen von Court Philippe Chatrier von den Sitzen riss. Zu wenig Spannung kam am Ende der Sätze auf. Die fünf Stunden Spielzeit, die er vor dem Finale mehr auf dem Platz gestanden hatte, waren Murray spätestens in Satz drei anzumerken. Nach starkem Beginn ging dem Weltranglistenzweiten zusehends die Präzision verloren. Bälle landeten knapp im Aus oder blieben an der Netzkante hängen. Djokovic begann Murray mehr und mehr über den Platz zu scheuchen, übernahm die Kontrolle und der Schotte machte Fehler. Natürlich sei er für den Moment „ziemlich enttäuscht“, erklärte der Geschlagene hinterher. Er wusste aber auch: „Das Turnier hätte auch ganz anders laufen können“, und erinnerte sich an die erste Runde, als er schon 0:2-Sätze gegen Radek Stepanek zurücklag.

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