Day Seven: The Championships – Wimbledon 2015

Mail aus Wimbledon: „Serena ist die Beste aller Zeiten!“

Sollte Serena Williams in Wimbledon triumphieren, wäre es ihr vierter Grand Slam-Titel in Folge. Ihr Coach Patrick Mouratoglou hält die Amerikanerin schon jetzt für die beste Spielerin aller Zeiten.

Eines vorweg: Nach den ersten beiden gewonnenen Majors in diesem Jahr und nun dem Erreichen des Viertelfinals von Wimbledon, ist der Weg zum „Grand Slam“ für Serena Williams immer noch verdammt weit. Und eigentlich verbietet es sich deshalb, so früh über den größtmöglichen aller Erfolge für einen Tennisprofi zu philosophieren. In der ersten Turnierwoche prasselten bei nahezu jeder Pressekonferenz der Amerikanerin Fragen auf sie ein, die sich um ihre historische Chance drehten – mit einem Wimbledon-Sieg zum zweiten Mal seit 2002/2003 den sogenannten Serena-Slam zu gewinnen (vier Majors hintereinander, allerdings nicht in einem Kalenderjahr) und möglicherweise sogar bei allen Grand Slam-Turnieren in dieser Saison zu triumphieren. Zur Erinnerung: Steffi Graf war 1988 die letzte Spielerin, der dieses Kunststück glückte.

Ein Treffen mit Coach Mouratoglou

Serena

Besiegte Schwester Venus im Achtelfinale: Serena Williams.

Williams möchte über diese möglichen Rekorde nicht mehr sprechen. Das macht sie inzwischen in allen Interviews unmissverständlich deutlich. Ihr Coach Patrick Mouratoglou geht mit diesem Thema offener um. Gestern, am spielfreien Sonntag, saß er tiefenentspannt im Restaurant der Players Lounge, genoss einen herrlichen Blick über die grünen Courts des All England Clubs. Viel war dort nicht los und der Franzose nach bereits absolvierter Einheit mit seinem Schützling in Plauderlaune. „Für Serena sind Zahlen nicht so wichtig. Für mich haben sie eine größere Bedeutung. Ich war immer interessiert an Statistiken und ich möchte, dass wir gemeinsam Geschichte schreiben“, gestand Mouratoglou. Er sprach über den Druck, der dauerhaft auf der Weltranglistenersten laste („Keine Spielerin in der Vergangenheit war mental so stark wie Serena“), über den Vergleich mit Steffi Graf („Steffi hatte eine bessere Beinarbeit. Aber bei Serena ist das Gesamtpaket aus Power, Technik, Psyche und Physis noch stärker“)  und über ihre spielerische Entwicklung der letzten Jahre. „Ihr unteres Level ist inzwischen höher als früher – und höher als bei allen anderen Spielerinnen.“

Mehr Aussagen von Patrick Mouratoglou lesen Sie in unserer großen Wimbledon-Reportage in der nächsten Ausgabe von tennis MAGAZIN!

Für den Franzosen ist dies sowohl eine Erklärung dafür, warum Williams Anfang Juni in Paris siegte, obwohl sie gesundheitlich angeschlagen und weit entfernt von ihrer Topform war, als auch für ihren hauchdünnen Sieg am Samstag gegen Heather Watson. „Man braucht solche Spiele, weil man an ihnen wächst. Serena wird sich steigern“, sagte er.

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