2016 BNP Paribas Open – Day 3

Nadal über Doping: „Ich bin ein fairer Sportsmann“

Nach dem positiven Dopingtest von Maria Sharapova nimmt nun Rafael Nadal Stellung. Nadal spricht über Doping.

Mittwoch in der kalifornischen Wüste. Die Temperatur beträgt 29 Grad. Der Himmel ist postkartenblau und wolkenlos. Perfekte Bedingungen für den ersten Turniertag bei den Damen. Aber um Sport geht es erneut nicht im Indian Wells Tennis Garden. Jedenfalls nicht hinter den Kulissen.

Im Players Restaurant, in der Players Lounge, im „Media Room“, in der Hotellobby des Spielerhotels – überall wird weiter über den Dopingfall Maria Sharapova gerätselt, diskutiert, fabuliert und spekuliert. Es geht wie in den Tagen zuvor darum, wie gefährlich Meldonium ist (sehr gefährlich), wie unglaublich lange Sharapova das Medikament angeblich eingenommen hat (zehn Jahre), wie lange sie wohl gesperrt wird (weiß niemand).

„Media Day“ mit Nadal, Wawrinka, Berdych und Co.

Befeuert wird die Diskussion durch das, was die WTA „All Access Hour“ und was die ATP „Media Day“ nennt. Vor Turnierbeginn gibt es traditionell die Chance, den Topprofis Fragen zu stellen. Bei den Damen waren dies Angelique Kerber, Agnieszka Radwanska, Gabine Muguruza, Simona Halep, Carla Suarez Navarro, Belinda Bencic und Petra Kvitova. Bei den Herren nahmen nacheinander Stan Wawrinka, Rafael Nadal, Kei Nishikori, Tomas Berdych, Jo-Wilfried Tsonga und Richard Gasquet auf schwarzen Lederstühlen an runden Tischen im eigens dafür hergerichteten Interviewraum Platz.

Normalerweise geht es in diesen Gesprächen darum zu erfahren, wie die Form ist, was es Neues gibt und was man sich fürs Turnier so vorgenommen hat. Aber im Moment ist alles anders – es wurde, wie hätte es anders sein sollen, fast ausschließlich über Sharapova gesprochen, den größten Dopingfall, den es im Tennis je gab.

Nadal

INTENSIVE GESPRÄCHSRUNDE: Nadal mit Reportern in Indian Wells.

„Völlig überrascht“ waren die Spieler in der Regel – was nachvollziehbar ist, die ganze Welt ist überrascht. Ein Urteil über Sharapova wollte auch niemand fällen – was ja vernünftig ist, zu heikel ist die Affäre. Was sich aber immer mehr herauskristallisierte: Die Spieler und das Umfeld, wissen ziemlich genau Bescheid, wenn die WADA, die Welt-Antidoping-Agentur, Neuigkeiten verschickt.

Nadal über Doping: „Ich lese nie die News der WADA, das macht mein Arzt“

Wie Rafael Nadal damit umgeht? „Ich lese das nie“, sagt er offen, räumt aber ein, dass sich sein Arzt, der auch der langjährige Doktor des spanischen Tennisverbandes ist, darum kümmert. Ihm vertraut er „hundertprozentig“, er nehme nie etwas, „was der Arzt nicht weiß“.

Zum Fall Sharapova sagt er: „Das kann passieren, wenn man an sein Team glaubt und das Team nicht professionell ist.“ Nadal sagt nicht ausdrücklich, dass Sharapovas Team nicht professionell ist. Man könnte aber mutmaßen, das er so denkt.

Die Gesprächsrunde wird jetzt intensiver. Ob Nadal denn schon einmal etwas genommen hätte, was später verboten wurde? Er sagt: „Noch nie.“ Während des Matches habe er seine zwei Flaschen – eine mit Wasser, eine mit Mineralsalzen. Bei Schmerzen nehme er Ibuprofen oder Voltaren.

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