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Verbandsbälle, Turniergebühren – viel Wirbel an der Basis!

Für den Verbraucher ist die Revolution dagegen nicht das Schlechteste. Die Bälle werden günstiger. Die Viererdose kostet in Hessen nur 9,99 Euro, in Niedersachsen soll sie für 10,99 Euro zu haben sein. Doch hinter den Kulissen tobt ein Kampf, so hört man. Es drohen Klagen, wenn bestehende Verträge nicht korrekt abgewickelt werden. Oder auch, wenn gegen Kartellrecht verstoßen wird.



Neue Gebühren für Turniere

viel Wirbel an der Basis

BITTE ZAHLEN! Der DTB verlangt ab dem 1. April 2017 neue Turniergebühren.

Das zweite Aufreger-Thema: Die Teilnahme an LK- und Ranglisten-Turnieren werden ab dem 1. April 2017 teurer. Das hat der DTB auf seiner Mitgliederversammlung im November 2016 beschlossen. Bei Ranglistenturnieren der Altersklasse U21 und höher steigt die „DTB-Gebühr“ von fünf auf acht Euro; Jugendliche müssen bei Ranglistenturnieren nun fünf Euro extra zahlen. Im LK-Bereich wurden die Entgelte pro Turnier-Teilnahme auf fünf (Erwachsene) bzw. drei Euro (Jugendliche) festgelegt.

Mit den Einnahmen will der DTB den Nachwuchs zusätzlich unterstützen. Der Gedanke dahinter: Der Dachverband will vom Bundesministerium des Inneren (BMI) als Olympische Sportart mehr Fördergelder bewilligt bekommen. Dafür ist es aber erforderlich, dass bereits Gelder in die Fördermaßnahmen geflossen sind, die der DTB nun über „die Erhebung und Anhebung des Turnierspielerteilnehmerentgeltes“ locker machen will. Einige Euros vom BMI wurden bereits bewilligt. Für Dirk Dier, den aktuellen Co-Trainer bei Fed- und Davis Cup, ist eine feste Trainerstelle geschaffen worden. Auch für die frühere Profi-Spielerin Jasmin Wöhr, die im Württembergischen Tennis Bund tätig ist, wurden Gelder frei.

Widerstand an der Basis

An der Basis regt sich dagegen Widerstand. Eine Online-Petition zur Abschaffung der Maßnahmen wurde bereits mehr als 1.200-mal unterschrieben. Der Ärger der Spieler ist offenkundig: Sie müssen nun höhere Meldegelder zahlen. Aber auch viele Turnierveranstalter sind erbost, weil sie fürchten, dass sich für ihre Events weniger Spieler anmelden und dadurch weniger Turniere stattfinden werden. Insbesondere die LK-Turniere erlebten in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Wird der nun vom DTB durch seine Zusatzgebühren selbst ausgebremst?

Aber vielleicht entpuppt sich das aufgeregte Geschrei auch nur als viel Lärm um Nichts. Nehmen wir an, jemand spielt zehn Turniere im Jahr, dann wären das 50 Euro mehr. Ist das wirklich niemanden zuzumuten? 50 Euro entsprechen einem Abendessen zu zweit in einem schönen Restaurant.

Und außerdem: Sollten die verbandseigenen Bälle noch populärer werden, würden viele Aktive Geld sparen, das dann für Turnierteilnahmen zur Verfügung stünde. Zu weit hergeholt? Sicher ist: Beide Themen werden die Szene noch lange beherrschen.

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29 Kommentare

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  1. Inkognito

    „Ist das wirklich niemanden zuzumuten? 50 Euro entsprechen einem Abendessen zu zweit in einem schönen Restaurant.“
    Was für ein scheiß Argument ist denn das?
    Für 50 Euro kann ich mir auch eine halbe Rolle kaufen und muss diese nicht irgendwelchen Verbänden in den Arsch stecken, die jetzt meinen auf einmal etwas für den Sport tun zu müssen nachdem eine Frau mit der miesesten Technik auf der Tour die Nummer 1 der Welt geworden ist.

    • Oliver Schmidt

      Meiner Meinung nach sind beide Entscheidungen (Bälle und Zusatzkosten bei den Turnieren) völlig daneben:

      Die Situation bei den Ballkosten und der damit verbundenen Finanzierung der Landesverbände gehört schon längst abgeschafft. Das damit verbundene Fehlen der notwendigen Mittel muss über höhere Gebühren für die Landesverbände von den Mitgliedern der Vereine getragen werden. Im Gegenzug dafür kaufen die Vereine nicht mehr die Bälle für bis zu 16 Euro die Dose ein, sondern ebenso gute Bälle für 8-10 Euro pro Dose. Der Markt regelt dann, welcher Ball gespielt wird – dass wäre eine faire Lösung, zumindest für die Vereine und alle Tennisspieler. Das Geld was beim Ballkauf gespart wird – wird dann wieder an die Verbände gezahlt – allerdings müssten die Verbände dann etwas genauer überlegen, wofür Ihr Etat ausgegeben wird. (Es führt zu weit hier alle Punkte zum Thema aufzuführen)

      Das Turnierspielerentgelt, dass der DTB und die Landesverbände ab dem 1.April beschlossen haben ist eine absolute Unverschämtheit. Die aktiven Turnierspieler/innen sollen das fehlende Geld bezahlen, damit der DTB Zuschüsse vom DOSB bekommt und die Turnierveranstalter und Vereine müssen dieses Geld eintreiben… Dagegen sollten sich alle Betroffenen wehren – so wird macht das Turniertennis weder den Teilnehmer/innen noch den Ausrichtern Spaß. LK Turnier Teilnehmer und Jugendliche als Geldesel zu missbrauchen kann für Niemanden von Interesse sein, der für das Wohl der Tennisspieler/innen im DTB, zuständig sein sollte. Alle Infos darüber gibt es bei der Onlinepetition (Wir sind gegen die Einführung des Turnierspielerentgeltes beim DTB)

        • Joseph

          Stehe ebenfalls voll und ganz hinter der Initiative von Oliver Schmidt. – DTB und Landesverbände sollten nochmals in sich gehen.

          Werde daher zukünftig weniger LK-Turniere spielen, und wenn dann nur noch die Turniere unter seriöser Leitung und mit Schiedsrichtern, wo unsportliches Verhalten und Abmeldungen besserer LK’s, z.B. mit der Begründung „bringt mir doch nix…“, NACH Meldeschluß UND Auslosungstermin nicht akzeptiert werden!

  2. Joseph

    Den Landesverbänden geht’s gut bis sehr gut, zumindest in Rheinland-Pfalz. Vielleicht auch etwas zu gut? – Jedenfalls der Arroganz und Abgehobenheit, mit der man teilweise Spielern und Spielerinnen, die das Tennis in Deutschland letztenends „tragen“, in den Medenrunden Vorgaben bzw. Vorschriften macht – z.B. die teuersten und kurzlebigsten Bälle von allen (WILSON meistens), hohe Verbandsgebühren bei LK-Turnieren bisher 5,- (in Ba.-Wü. m.W. nur 3,- bisher) – muß dringend Einhalt geboten werden!

    Daß man sich jetzt nur noch bei mybigpoint.de – nicht beim Landesverband – für Turniere anmelden kann, ist ebenfalls ein Unding. Gibt es Probleme mit der Turnierleitung, z.B. wenn sich potentielle Gegner NACH Meldeschluß und Auslosung abmelden mit der Begründung „bringt mir nix“, kann man sich nicht mal mehr an den Landesverband wenden, sondern muß es über mybigpoint.de versuchen – ergebnisoffen…

  3. Katharina Haenel

    Die Krux des Ganzen liegt in der Struktur des Deutschen Tennis Bundes und seiner Landesverbände. Der DTB ist ein „zahnloser Tiger“, abhängig vom Wohlwollen der Funktionäre der Landesverbände.
    Nur deshalb wurde auf der DTB-Jahreshauptversammlung dieses unsägliche „Turnierspielerteilnehmerentgelt“ erhöht (DTB-Turniere) bzw. neu eingeführt (LK- und Jugend-Turniere). Wer stimmt denn solche Anträge dort ab? Das sind die Funktionäre der Landesverbände, die bei einer zur Alternative stehenden allgemeinen Beitragserhöhung für alle Mitglieder von ihren Pfründen hätten etwas abgeben müssen. Wen wundert dann das Abstimmungsergebnis?
    Es wird einfach an der Zeit, dass sowohl beim DTB und bei den Landesverbänden professionelle Strukturen eingeführt werden. Das heißt: wie in der Wirtschaft professionelle Teams beim DTB und in den Landesverbänden mit verantwortlichen hauptberuflichen Geschäftsführern.
    Die ehrenamtlichen Funktionäre könnten dann entsprechend wie in Wirtschaftsunternehmen eine Art Aufsichtsrat bilden, der die Geschäftsführung kontrolliert.
    Passiert das nicht in naher Zukunft, sehe ich für das deutsche Tennis schwarz!

    • Joseph

      Die Landesverbände gaben die Arbeit und die Verantwortlichkeit für die LK-Turniere einfach an mybigpoint ab (und kassierten sehr wahrscheinlich dafür anständig).

      Um dem Ganzen noch eins draufzusetzen wurde eine Melkkuh zur allgemeinen „Aufbesserung“ der Budgets gesucht – und gefunden: der Turnierspieler bzw. die Turnierspielerin. – So einfach geht das!

      Äh, hallo?

  4. Fernando Pons-Andurell

    Als LK-Turnierveranstalter liegen meine Prioritäten ganz klar bei der Motivation unserer Jugend mehr Turniere bzw. „grundsätzlich die Jugend motivieren Turniere zu spielen“.
    Ganz sicher werde ich mich nicht vom Verband dazu mißbrauchen lassen Gelder zu generieren auf meine Kosten. Zwischen 200 bis 400 € pro Turnier einzustreichen aufgrund meiner Arbeitsleistung ist nicht hinnehmbar. Wir werden sicherlich wieder andere möglichkeiten finden unsere Kinder zu motivieren.

    • Joseph

      Stimme Dir zu, Fernando.
      Die Verbände kassieren momentan 3,00-5,00 € je LK-Turnierspieler, zukünftig 8,00 € – leistungslos, und unabhängig davon, ob der betreffende Spieler oder die Spielerin am Ende überhaupt zum Match antreten! –

      Werde zukünftig weniger LK-Turniere spielen. Die LK ist mir nicht so wichtig, wie Landesverband, DTB und mybigpoint annehmen. Spaß am Tennis ist definitiv nicht von der LK abhängig.

      Übrigens, m.E. sollte der Föderalismus im Tennis abgeschaftt werden – zu viele Funktionäre und andere Kostgänger!

    • Kathrin

      Genauso sehen wir das in unserem Tennisclub auch so, bisher haben wir DTB-, LK- und Jugend-Turniere veranstaltet. Nicht nur unsere Arbeitsleistung wird mißbraucht, auch ist es möglichen Sponsoren schwer vermittelbar, dass es da noch „Trittbrettfahrer“ gibt, die „Entgelte“ ohne weitere Gegenleistung einstreichen!
      Übrigens: Definition „Entgelt“ in Wikipedia: „Der Begriff Entgelt bezeichnet die in einem Vertrag vereinbarte Gegenleistung …“!
      Welche Gegenleistung bietet der DTB? Als DTB-Turnierveranstalter muss ich ja schon einen „Veranstaltervertrag“ mit dem DTB abschließen !

  5. mike pauli

    Ganz ehrlich, Bälle und Gebühren sind nicht das Thema. Peinlich ist es, dass nur einmal im Jahr die lk umgestellt wird, obwohl man jede Woche sehen kann, wohin die Reise geht. Hier wird ein ehrlicher und guter Wettkampf auf fairem Niveau spätestens ab dem Frühjahr verhindert.

  6. ecp

    Thema Bälle: In welcher anderen Sportart wird die Ballmarke vorgeschrieben? Ist z.B. -unabhängig von der Qualitätseinschätzung- ein Wilson US-Open oder der Head ATP mit ITF-Siegel nicht gut genug für unsere Amateure, obwohl vermutlich der Ball auch auf der ATP-Tour gespielt wird? Diese sind pro Dose doch um rund 5 Euro billiger. Aber unabhängig davon…die Verbände müssen sich irgendwie finanzieren, entweder so oder eben über höhere Beiträge.
    Thema Turnierstartgelder: Kleine Veranstalter haben Fixkosten z.B. für externe Oberschiedsrichter und die Organisation an sich. Wenn der Teilnehmer-Trend durch nochmals 5 Euro mehr kippt, werden die Turniere wieder weniger, denn welcher Club kann auf Dauer vom drauflegen leben. Und für schwächere Teilnehmer mit „Aussicht“ auf frühes Ausscheiden wird sich schneller die Frage nach einer Meldung stellen. Weniger Turnier, weniger Teilnehmer = weniger Ballverbrauch = weniger Einnahmen für die Verbände – also ein Eigentor für den DTB?
    Ein Nebenaspekt: Das LK-System wird tendenziell die Leute welche nur 4-5 Medenspiele bestreiten Richtung LK23 bringen, auch wenn sie gut sind.
    Stellt sich noch die Frage nach der Förderung: wurde auch über Förderung nach dem System eines „Bafög-Darlehens“ nachgedacht, bei dem erfolgreiche Profis diese wieder zurückbezahlen?

  7. Stefan Höfel

    Ich denke, dass im Fußball bzw. den wichtigen Ligen bestimmte Bälle von bestimmten Herstellern vorgeschrieben sind, aber wohl eher aus finanziellen Gründen. 🙂
    Aber wie das z. B. um Handball, Volleyball, der NBA ist, weiß ich nicht.

    • Joseph

      Aber im Unterschied zum Tennis hält ein Fußball etwas länger, Stefan, und außerdem hat man normalerweise nicht nur EINEN Tennisball in der Tasche bzw. Dose, oder? – Die Kostenfrage ist also doch nicht ganz unerheblich für die Medenrunde deutschlandweit. – Falls Du das damit sagen wolltest.

  8. Tennisfan

    Der DTB hat die Turniergebühren erhöht, um sein Jugendförderkonzept zu finanzieren. Das ist auch sinnvoll, da die Jugendarbeit Geld kostet und eine gute Jugendarbeit wiederum die Grundlage ist, dass Spitzenspieler in die Weltklasse kommen, die unsere Sportart repräsentieren. Dennoch laufen die Turnierspieler und Turnierverantwortliche dagegen Sturm. Man fragt sich, woher soll der klamme DTB das Geld sonst nehmen? Da bleibt dann nur eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge übrig. Das wäre aber die schlechtere Wahl.

    Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge hätte zur Folge, dass die passiven Mitglieder, die einen erheblichen Teil des Mitgliederbestandes ausmachen, ebenfalls betroffen wären. Diese bezahlen, obwohl sie keine Leistungen in Anspruch nehmen. Für diese Personen ist eine Beitragserhöhung nur schwer vermittelbar. Daher kann ein Anziehen der Mitgliedsbeiträge in Bezug auf Mehreinnahmen des DTB kontraproduktive Wirkung haben. Das ist bei einer LK-Gebühr nicht der Fall, da der DTB daraus bisher keine Einnahmen erzielt.

    Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge wäre auch deshalb der schlechtere Weg, da der Großteil kleine Dorfvereine sind, die ihr Geld zusammenhalten müssen, gerade so um die Runden kommen und kein Geld für eine Platzsanierung haben.

    Da ist eine Erhebung der Wettkampfgebühren sinnvoller. Denn dadurch, dass es keine Maluspunkte gibt (in anderen Sportarten – beispielsweise Tischtennis – ist das anders), werden diese Turniere privilegiert. D.h. ein „Vielspieler“ hat oftmals eine höhere LK als ein „Wenigspieler“. Dadurch soll die Turnierlandschaft gefördert werden. Andererseits entsteht durch diese (gewollte) Privilegierung eine Wettbewerbsverzerrung. Oder anders ausgedrückt: Die Privilegierung (fehlende Maluspunkte) hat einen Marktwert, der sich in den bisherigen Gebühren nicht hinreichend niederschlägt. Mit der Turniergebühr wird diesem Umstand Rechnung getragen.

    • Joseph

      Zitat: „Dadurch soll die Turnierlandschaft gefördert werden.“

      Genau das wirst Du durch die beschlossene Erhöhung der Turniermeldegebühren aber nicht erreichen, werter Tennisfan.
      Spätestens am 30.9.2017 können DTB und die Landesverbände dann Bilanz ziehen. Ich schätze deren Rechnung wird nicht aufgehen.
      Leidtragende aber werden die Turnierveranstalter sein. – Die ganze Arbeit, aber geringer Ertrag.

      • Tennisfan

        Diese Aussage bezog sich auf die fehlenden Maluspunkte und nicht auf die Förderung der Turnierlandschaft mittels Gebührenerhebung (eine derartige Aussage wäre auch widersinnig). D.h. wenn man verliert, bekommt man keine Punkte abgezogen, mit der Folge, dass es sich lohnt, viel zu spielen. Das ist in anderen Sportarten nicht der Fall. Als Beispiel sei Tischtennis genannt. Dort gibt es Bonus- und Maluspunkte, weshalb der sogenannte TTR-Wert hohe Aussagekraft hat. Das ist beim LK-Wert nicht der Fall. Die TT-Turniere sind dadurch in den unteren Ebenen – im Gegensatz zum Tennis – nicht gut besucht. Aufgrund der fehlenden Maluspunkteregelung im Tennis verdienen die Turnierveranstalter recht gut und auch die Spieler kommen durch die höhere LK auf ihre Kosten. Diesen Marktwert hat der DTB durch seine LK-Durchführungsbestimmungen geschaffen, an der er bisher nichts verdient. Das hat er jetzt geändert. Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass viele übergeordnete Verbände Gebühren für ihre lizensierten Veranstaltungen erheben, die weit über die Verwaltungsgebühren hinausgehen. Wie hoch die Gebühren sind, hängt oftmals vom Marktwert ab.

    • Joseph

      Durch fehlende Maluspunkte soll also die Turnierlandschaft gefördert werden?
      Ich nehme an, Tennisfan, Du schreibst von Seiten des DTB oder eines Landesverbandes und willst deren Linie legitimieren..

      Hierzu ziehst Du Vergleiche mit anderen Sportarten heran.

      Dabei ist für mich fraglich, ob diese Vergleiche, z.B. mit Tischtennis überhaupt adäquat oder statthaft sind.
      Tennisspieler oder Tennisspielerinnen müssen wohl wesentlich mehr Geld investieren als Tischtennisspieler oder -innen. – O.k. einen Tischtennistisch gibt’s einmal nicht umsonst, aber dann? – Mitgliedsbeitrag, Bälle, Kosten bei Medenrundenheimspielen, Turniermeldegebühren,…?

      Da fallen eine Erhöhung der Turniermeldegebühren und die teuersten (und dabei schlechtesten) Tennisbälle bei Medenrundenspielen nicht besonders ins Gewicht, oder?

  9. Nicht-Funktionär (vorher unter ,Tennisfan' laufend

    Ich bin kein Vertreter eines Landesverbandes oder des DTB. Ich hab mit den Leuten auch nichts zu tun. Im Übrigen hättest Du das schon aus meinen Ausführungen schließen können. Sonst hätte ich nicht den LK-Wert als nicht aussagekräftig bezeichnet. Im Übrigen sollte es auf die Argumente ankommen und nicht wer was sagt.
    Du gehst auf die Argumente von mir nicht ein. Die Turnierlandschaft ist vorwiegend wegen der fehlenden Maluspunkteregelung so gewachsen. Nicht mal die Hälfte an Turnieren gäbe es ohne diese Regelung. Und wenn ich regelmäßig Leute schlage, die um 3, 4 oder mehr LK niedriger sind und gegen LK 23 verliere, liegt das daran. Aber dann sollen die Leute auch dafür zahlen, dass sie alleine wegen der Vielspielerei nach vorne rutschen und nicht wegen ihrer sportlichen Leistung. Im Übrigen ist es – um es nochmals zu wiederholen – nicht ungewöhnlich, dass man entsprechend dem Marktwert Gebühren erhebt. Im Übrigen muss man auch beim TT Geld ausgeben. So ein Belag – den man ca. 1/2 bis jährlich auswechselt – kostet ca. 50 €. Das nimmst Du mal 2 und dann kommst Du auf eine beachtliche Summe. Aber das führt jetzt zu weit. Ich wollte mit dem Vergleich nur verdeutlichen, dass wegen den Maluspunkten die TT-Turniere nicht so ins Kraut schießen, sich an den Turnieren deshalb nichts verdienen lässt. Dafür hat der TTR-Wert höhere Aussagekraft als der LK-Wert.

    • Auch ein Nicht-Funktionär

      Wollte Dir nichts Schlechtes unterstellen, sorry, Nicht-Funktionär! 😉

      Hatte bereits geschrieben, daß ich nicht gegen die Einführung von Maluspunkten wäre.
      Wenn Spieler nur aufgrund vieler Turniere ihre Punkte sammeln, heißt das ja noch lange nicht, daß das Verhältnis LK–Spielstärke aussagekräftig wäre. – Irgendwann trifft man bei einer gewissen Masse an Matches auch mal auf einen Gegner, der vielleicht aufgeben muß und schon werden 150 Punkte fällig… – Je mehr Matches, desto höher die Wahrscheinlichkeit.

      Was m.E. ebenfalls geregelt werden müßte, ist das Schiedsrichterwesen bei LK-Turnieren. Da gibt es erfahrungsgemäß echt Probleme, zumindest im Bereich der LK’s ~13-23… Manche wollen einfach „auf Teufel, komm ‚raus“ hochsteigen… auf Kosten der Fairneß.

      Früher mußte in den Medenrunden immer ein Schiedsricher auf dem Stuhl sitzen (und aufpassen).
      Wenn es heute um LK-Punkte (und um Kosten) geht, dann müßte m.E. auch der Stuhlschiedsrichter wieder eingeführt werden!

  10. OS

    Ich möchte nur noch ein mal kurz auf die Aussage von Tennisfan zurückkommen, dass der eine Euro im Jahr – das sind übrigens 8,33 Cent im Monat – die Tennismitglieder, egal ob passiv oder aktiv aus den Vereinen treiben würde ist geradezu lächerlich. Wer in einem Tennisclub Mitglied ist und Beitrag zahlt – wird niemals austreten, wenn er einen Euro im Jahr für den deutschen Spitzennachwuchs ausgeben soll. Es ist natürlich einen Frage der Kommunikation und wie man die Sache verkauft…

    Die LK Problematik ist seit Jahren sehr präsent. Es ist einfach nur schade, dass die Verantwortlichen es nicht schaffen, nach und nach Verbesserungen ins System einzupflegen – die Probleme sind offensichtlich….

  11. Tina

    Und ob mit den neuen Turnierentgelten wirklich die talentiertesten Jugendlichen gefördert werden, sei auch mal dahingestellt. Häufig geht die Auswahl rein nach dem Wohnort- die zu weit weg vom Leistungszentrum wohnen, werden nicht genommen, obwohl sie besser sind. Oder es werden Kinder genommen, die einfach sehr viel spielen und dadurch etwas weniger Fehler machen und damit auf der Rangliste weit vorne sind. Allerdings sind andere Kinder oft phsysich stärker (Größe, Muskelkraft) und haben mehr technisches Talent, spielen aber nicht so viel. Die überholen dann die Kinder mit 14 oder 15 Jahren, haben aber bis dahin keine Förderung erhalten… Deswegen ist dies sehr schwierig mit der Talentförderung.

  12. Wolfgang Adlassnig

    Im BTV werden ab 2017 pro Teilnehmer bei einem LK-Turnier 5 EUR Gebühr __pro Turnierteilnehmer__ vom BTV verlangt. Davor wurde __pro LK-Turnier__ eine Pauschale von 65 EUR dem Veranstalter verrechnet.

    Bei einem Mehrtagesturnier mit z.B. 100 Teilnehmern erhöhen sich dadurch die Kosten von 65 EUR auf 500 EUR. Selbst falls der Veranstalter diese Mehrkosten auf die Turnierteilnehmer abwälzen kann ist das in meinen Augen schlichtweg eine Abzockerei und wirft eine schlechtes Bild auf die verantwortlichen Funktionäre. Insbesondere wenn es lautet, dass über diese Entscheidung zwar diskutiert werden kann, diese aber unwiderruflich ist. Eine einfache Deckelung bei z.B. maximal 150 EUR hätte verhindert, dass mal wieder dieser Eindruck der Arroganz und Ignoranz bei den Funktionären entsteht.

    Als Turnierveranstalter überlege ich zukünftig kein LK-Turnier sondern ein offenes Preisgeldturnier zu veranstalten und die eingesparten Kosten über höheres Preisgeld an die Teilnehmer auszuschütten. Auf die dem Veranstalter vom Verband zur Verfügung gestellte „sub-optimale“ Turniersoftware kann ich verzichten.

    • Joseph

      Einfach unglaublich, vielen Dank für diese aufschlußreichen Informationen.
      Erhöhung der Kosten für Turnierveranstalter in diesem Beispiel um fast 700%!
      Das hat was…

      Für mich steht jetzt fest:
      1) Leistungsklasse nicht so wichtig.
      2) Dieses Jahr nur 3 LK-Turniere, maximal.
      2) Turniere ohne LK-Wertung? – Gerne! (:

  13. Joseph

    Schade, daß es keine Vorschaufunktion zur Korrektur gibt… also: Streiche 2), setze 3)

    Für mich steht jetzt fest:
    1) Leistungsklasse nicht so wichtig.
    2) Dieses Jahr nur 3 LK-Turniere, maximal.
    3) Turniere ohne LK-Wertung? – Gerne! (:

  14. Jürgen

    Unsere Kinder gehen auch gerne auf Turniere. Aber ganz ehrlich. Bei den derzeitigen Meldegebühren und Fahrstrecken ist das leider nicht mehr drin.
    Ja so wird die Jugend gefördert !
    Auch wir als kleiner Verein würden gerne ein LK Turnier anbieten.
    Der Aufwand und die Kosten sind uns aber auch zu hoch. Wir haben keinen eigenen
    Oberschiedsrichter und müssten diesen zusätzlich buchen/bezahlen.
    Ich finde die Entwicklung im Tennis schlimm.
    Das LK System funktioniert auch nicht. Wie soll ich mit 4 Rundenspielen meinen LK halten,
    wenn ich dann bei zweien davon auch noch verhindert bin.
    LK-Tagesturniere gibt es hier auf dem Land so gut wie keine.
    OK dann fahre ich 100km nach Stuttgart aufs Turnier und bezahle noch 35€ Meldegebühr für 2 Spiele.
    Ich bin begeistert…


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