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Alexander Zverev from Germany celebrates after winning the tennis match against Marcos Baghdatis from Cyprus (unseen), at the ATP Tournament match in Halle, western Germany, on June 17, 2016. / AFP / CARMEN JASPERSEN (Photo credit should read CARMEN JASPERSEN/AFP/Getty Images)

Zverev: Segen fürs deutsche Tennis

Warum soll man nicht einfach mal etwas Verrücktes machen? Zum Beispiel auf einen Wimbledonsieger Alexander Zverev setzen. Die Quote beim Wettanbieter mybet: 1:150. Zehn Euro wären zu verschmerzen. Und sollte das komplett Unwahrscheinliche tatsächlich passieren, würde man 1.500 Euro kassieren.

Aber unabhängig von solchen Gedankenspielen: Was der 19-Jährige, der bei den Gerry Weber Open mit seinem 7:6, 5:7, 6:3 über Roger Federer ins Finale einzog, diese Saison geleistet hat, ist phänomenal: Zverev ist die Nummer 38 der Welt. Am Anfang der Saison stand er auf Platz 83. Er ist der Anführer der „Young Guns“. Oder anders formuliert: Junge Spieler wie Borna Coric (Nr. 49) oder Taylor Fritz (63) surfen in seinem Schatten, schauen zum 1,98 Meter-Mann im wahrsten Sinne des Wortes auf.
Die Tendenz in der Weltrangliste? So was von stark steigend bei Zverev, der 2016 schon 26 Matches gewonnen hat. In Paris war er der beste Deutsche in der dritten Runde. In Nizza erreichte er sein erstes Finale auf der Tour. In München das Halbfinale und jetzt in Halle das Finale.
Kurioserweise verlor er dreimal in Folge gegen den anderen Überflieger der Saison – Dominic Thiem, die aktuelle Nummer sieben der Welt. Erst in München, wo der sympathische Österreicher sagte: „Wir werden uns in Zukunft häufiger duellieren.“ Dann in Nizza und ein paar Tage später bei den French Open in Paris.
Was bei Zverev so beeindruckend ist: Er hat sein Spiel in kurzer Zeit verbessert, schlägt variabler auf, spielt auf Vor- und Rückhand hohes Tempo und lässt sich auch von Satzbällen des Gegners, wie das zuletzt bei Baghdatis war, der zwei Chancen am Stück hatte, den ersten Satz zu zumachen, nicht beeindrucken.
Geschenkt, dass er in Stuttgart, beim anderen deutschen Rasenturnier nicht antrat. Beim Mercedes Cup war man sauer, dass das Zverev-Management zu viel Gage forderte, zumal die Macher von Stuttgart Zverev in den Jahren 2014 und 2015 jeweils eine Wildcard fürs Hauptfeld geschenkt hatten und ihm damit Starthilfe gaben.
Mag sein, dass das eigene Management mit dem hochkatapultierten Jungstar nicht Schritt halten kann und man (hoffentlich) im nächsten Jahr nicht den Fehler macht, einem deutschen Turnier fernzubleiben. Mag auch sein, dass dieser Zverev (und die Leute, die hinter ihm stehen) bewusst Kante zeigen will, weil Stars ohnehin ihren eigenen Weg gehen.
Vom Potenzial – okay absolute Phrase – bringt Zverev alles mit, um in Wimbledon für eine Sensation zu sorgen. Ich setze auf ihn. Sie wissen schon, 150 rötliche Scheine locken…

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