Angelique Kerber steht in Melbourne im Finale

Angelique Kerber von A-Z

Melbourne-Finalistin Angelique Kerber erzählte dem Sport-Informations-Dienst (SID) in einer ganz persönlichen Auflistung von Bäckerei-Besuchen vor dem Fliegen, einer Wett-Leidenschaft und einer schwarzen Perücke:



A wie Autofahren: „Ich fahre gerne schnell, das liegt in der Familie. Aber ich habe keine Punkte in Flensburg.“

B wie Braten: „Ich mag die polnische Küche unglaublich gern. Ich lasse mich am liebsten von meiner Oma bekochen. Sie war jetzt schon öfter bei Turnieren mit dabei. Das genieße ich immer sehr.“

C wie Chor: „Ich war in der Grundschule ein, zwei Jahre im Chor, aber ich kann überhaupt nicht singen. Das überlasse ich lieber meiner Schwester Jessica. Sie hat schon mal ein Casting mitgemacht.“

D wie Druck: „Manchmal setze ich mich selbst zu sehr unter Druck. Aber ich habe als Top-10-Spielerin gelernt, mit den Erwartungen von außen besser umzugehen.“

E wie Energiequelle: „Am besten kann ich zu Hause auftanken. Ich treffe mich mit Freunden, rede mal nicht über Tennis oder mache einfach gar nichts.“

F wie Flugzeug: „Fliegen muss in meinem Job ja sein. Aber Essen im Flugzeug geht gar nicht. Ich nehme mir meistens am Flughafen beim Bäcker was mit. Ich kann aber im Flieger direkt schlafen. Sonst wäre es eine kleine Tragödie.“

G wie Goldmedaille: „Natürlich hatte ich in London 2012 diesen Traum. Es hat leider nicht geklappt, aber Olympia war trotzdem ein unglaubliches Erlebnis. Jetzt steht Rio vor der Tür …“

H wie Haare: „Ich habe mir einmal beim Turnier in Miami zum Spaß eine schwarze Perücke aufgesetzt und ein Foto gemacht. Alle, denen ich es gezeigt habe, haben sich an den Kopf gefasst und gesagt: ‚Lass es lieber.‘ Ich bleibe bei Blond.“

I wie Igitt: „Muscheln und Austern. Das ist wabbelig, das würde ich nie runterkriegen. Ich mag auch keine Meeresfrüchte oder Sushi.“

J wie Ja-Sager: „Ich war immer eine, die ihre Meinung gesagt hat. Früher war ich aber zerrissen und wusste dann nie, ob es richtig war. Jetzt sage ich meine Meinung und stehe dazu. Ich weiß, was ich will.“

K wie Kiel: „Das ist mein Rückzugsgebiet. Es ist am Wasser, es ist ruhig, meine Freunde sind da. Ich kenne jede Ecke. Ob ich da später leben werde, weiß ich aber noch nicht.“

L wie Links: „Ich spiele nur mit links Tennis, mache sonst alles mit rechts. Als Kind standen die Trainer ja gegenüber von mir. Da habe ich es so gemacht wie sie. Bei mir war es dann eben links, was bei ihnen rechts war.“

M wie Malerei: „Das mochte ich schon immer. Egal, ob mit Wasserfarben oder Buntstiften. Vielleicht belege ich später mal einen Malkurs.“

N wie Nummer 1: „Natürlich wäre das ein Traum. Aber ein Grand-Slam-Titel ist mir wichtiger.“

O wie Oma: „Meine Großeltern bedeuten mir sehr viel. Ohne sie wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin. Sie haben immer an mich geglaubt.“

P wie Polen: „Polen ist ein Bezugspunkt. Ich habe einen kleinen Akzent im Polnischen, weil ich mehr Deutsch spreche.“

Q wie Querkopf: „Ich habe mich geändert, bin offener geworden. Ich habe keine Angst mehr. Früher wusste ich nicht, wie ich mich verhalten sollte. Das hat mich gequält. Ich fühle mich jetzt viel besser. Das hilft mir auch auf dem Platz.“

R wie Rente: „Ich will dann eine Familie und einen festen Platz haben, wo ich wohne. Reisen ja, aber nicht mehr so viel.“

S wie Sünde: „Ich wette gerne mal mit meinem Trainer Torben Beltz. Da geht es manchmal auch um Fallschirmspringen oder Paragliding. Allerdings habe ich Höhenangst. Nach dem Einzug ins Finale von Melboure muss mein Team mit mir einen Tanzkurs machen.“

T wie Träume: „Gesund bleiben, das Leben genießen. Ich darf das machen, was ich liebe: Tennis spielen. Natürlich war es schon immer ein Traum, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen.“

U wie USA: „New York ist eine meiner Lieblingsstädte. Natürlich kommen da die Erinnerungen an mein erstes Halbfinale bei den US Open 2011 hoch. Ich weiß aber nicht, ob ich dort leben könnte.“

V wie Vorbild: „Ich war einmal mit einer Freundin in den polnischen Bergen. Da kamen Kinder und haben mir zu den Erfolgen gratuliert. Ich merke, dass ich ein Vorbild für andere bin. Es ist ein gutes, aber komisches Gefühl. Für mich ist Steffi Graf ein Vorbild.“

W wie Wimbledon: „Ich habe da eigentlich immer schlecht gespielt, immer ist irgendwas passiert. Es war schon zweimal ein Wendepunkt in meiner Karriere. Aber ich bin 2012 auch ins Halbfinale gekommen.“

X wie X-Ray: „Es ist kein schönes Gefühl, bei einer Computertomografie in der Röhre zu liegen. Man weiß nicht, ob man was hat. Und dann sieht man alles. Da will ich nicht mehr rein.“

Y wie Yacht: „Das ist nichts für mich. Ich gönne mir lieber einen Ausflug in die polnischen Berge.“

Z wie Zahnarzt: „Ich lasse mir immer eine Betäubungsspritze geben. Schon wenn ich einen Bohrer höre, kralle ich mich am Stuhl fest.“ (SID)

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