Andy Murray steht erstmals im ATP-Finale

ATP-Finale: Murray nach Marathon-Thriller im Endspiel

Wimbledon- und Olympiasieger Andy Murray steht nach einem wahren Kraftakt erstmals im Endspiel des ATP-Saisonfinals. Der Branchenprimus aus Schottland rang im Halbfinale den Wimbledon-Finalisten Milos Raonic (Kanada) mit 5:7, 7:6 (7:5), 7:6 (11:9) nieder und hat die Verteidigung der Spitzenposition in der Weltrangliste zum Jahresende dicht vor Augen.

Murray kann nach seinem Sieg im mit 3:41 Stunden Spieldauer längsten Match in der Geschichte der ATP-Tour-Finals nur noch vom langjährigen Branchenprimus Novak Djokovic (Serbien) in einem direkten Final-Duell von der Spitze des Rankings verdrängt werden. Sollte Djokovic jedoch in seinem Halbfinale gegen Japaner Kei Nishikori (ab 21 Uhr) ausscheiden, stünde Murray bereits am Samstag als Nummer eins zum Jahresende fest.

Durchgängig ausgeglichenes Match

In einem durchgängig ausgeglichenen Match auf höchstem Niveau spitzte sich die Dramatik im 81 Minuten dauernden Entscheidungssatz zu. Murray holte sich die Breaks zum 5:4 sowie zum 6:5, brachte aber in der Folge jeweils seinen Aufschlag zum Matchgewinn nicht durch. Im abschließenden Tiebreak vergab Murray dann drei Matchbälle, wehrte einen gegen Raonic ab und verwandelte schließlich erst seinen vierten Matchball zur Entscheidung.

Der 29-jährige Murray hatte Djokovic Anfang November nach 122 Wochen an der Spitze als Branchenführer abgelöst. Djokovic gewann das Turnier 2008 und sowie von 2012 bis 2015. Mit seinem sechsten Turniersieg würde der Serbe wieder die Nummer eins übernehmen und mit Rekordsieger Roger Federer (Schweiz) gleichziehen, der seine Saison verletzungsbedingt bereits im August beendete.

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