Zverev verpasste gegen Sock den Halbfinaleinzug

ATP-Finale: Zverev verpasst Halbfinale

London – Debütant Alexander Zverev hat das Halbfinale des ATP-Finals in London verpasst. Der Weltranglistendritte aus Hamburg unterlag im entscheidenden Vorrundenmatch Jack Sock aus den USA (Nr. 8) mit 4:6, 6:1, 4:6.



Sock zeigte im ersten Satz eine fantastische Leistung, konnte dieses Niveau aber nicht im zweiten Durchgang halten. Zverev dominierte nun und startete auch in den dritten Satz besser: Zur 1:0-Führung gelang ihm das Break. Sock kassierte wegen wiederholten Ballwegschlagens einen Strafpunkt, aber Zverev konnte von diesem Vorteil nicht profitieren. Er gab gleich wieder seinen Aufschlag ab und lag dann schnell mit 1:4 hinten.

Der Deutsche besann sich noch einmal auf seine Stärken und glich zum 4:4 aus. Es war aber Sock, der das bessere Ende auf seiner Seite hatte. Als der Amerikaner 5:4 führte, servierte Zverev bei 30:30 einen Doppelfehler, danach unterlief ihm ein einfacher Fehler. Sock riss die Arme hoch und schaute ungläubig zu seinem Team. So ganz verstanden hatte er es noch, warum er nun gerade gewonnen hatte und ins Halbfinale eingezogen war.

Mit am Ende einem Sieg aus drei Partien belegte Zverev Gruppenplatz drei. Sock erreichte mit einem Erfolg mehr auf dem Konto den zweiten Rang hinter Roger Federer (3:0 Siege) und trifft am Samstag auf Grigor Dimitrow aus Bulgarien (Nr. 6), den Gewinner der Pete-Sampras-Gruppe.

Als bislang letzter deutscher Spieler hatte Rainer Schüttler 2003 im Halbfinale des Saisonabschluss-Turniers gestanden. Damals hatte Schüttler in Houston gegen André Agassi (USA) verloren.

Der letzte deutsche Sieger beim ATP-Finale war vor 22 Jahren Boris Becker, der die Veranstaltung insgesamt dreimal gewann (1988, 1992, 1995). Michael Stich holte sich die Trophäe 1993.

Zverev hatte zum Auftakt des Londoner Turniers den Kroaten Marin Cilic (Nr. 5) bezwungen und zwei Tage später gegen den Schweizer Superstar Roger Federer (Nr. 2) verloren. Der Grand-Slam-Rekordchampion setzte sich am Donnerstag auch in seinem abschließenden Gruppenspiel mit 6:7 (5:7), 6:4, 6:1 gegen Cilic durch und ist weiter ohne Niederlage. Federer hatte das Turnier bislang sechsmal gewonnen – zuletzt 2011.

Dem ungeschlagenen Sieger von London winkt ein Preisgeld in Höhe von 2,55 Millionen Dollar.

(SID/Red)

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  1. Stefan Höfel

    Irgendjemand „muss“ die folgenden Zeilen ja schreiben. Zverev hat nur eines seiner letzten fünf Matches gewonnen. Von den letzten acht Turnieren gewann er keines, erreichte nur einmal das Halbfinale. Nach seinem letzten Turniersieg in Montreal gewann er nur 9 von 18 Matches. Bei den fünf wichtigsten Turnieren nach Montreal, also Cincinnati, US Open, Shanghai, Paris-Bercy und ATP-Finale gewann er nur 3 von 9 Matches. Das gehört auch in einen Rückblick auf eine verrückte Tennissaison, nicht nur die 5 Titel und Platz 3 in der Weitrangliste.

  2. John Mc Enroe

    Ich freue mich darauf, zu beobachten was geschehen wird, sollte unser ‚kommender Weltstar‘ früh in Melbourne verlieren:

    – zwei Wochen geduldig irgendwo im australischen Busch für den Davis Cup trainieren?
    – mit ‚Rückenbeschwerden‘ schnell in die USA weiterfliegen, um ‚erstmal wieder ganz gesund zu werden‘?


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