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Australian Open – Die Tipps der Redaktion

Melbourne wird der erste Höhepunkt im neuen Tennisjahr. Bei den Australian Open treffen die Topstars der ATP und WTA aufeinander. Werden die Finalspiele erneut Gigantenspiele wie im letzten Jahr, als Novak Djokovic gegen Andy Murray und Serena Williams gegen Angelique Kerber im Finale standen oder gibt es diesmal eine Überraschung? Unsere Redaktion hat ihre Einschätzungen zum Turnier abgegeben.

 

dsc_2904_1Andrej Antic

Andy Murray

Murrays Melbourne-Bilanz ist desaströs. Zumindest für Anhänger der „Glas-halb-leer-Fraktion“. Fünfmal verlor der Schotte in den letzten sieben Jahren im Finale, einmal gegen Roger Federer, viermal gegen Novak Djokovic. Gegen den Djoker kommt noch eine weitere Halbfinalniederlage dazu. Zeit, dass sich etwas ändert. 2017 schnappt sich der beste Spieler, der je fürs Vereinigte Königreich antrat, den Titel.

Serena Williams

Gefühlt schwebt die Amerikanerin zwischen zwei Welten – aktiver Profi und Karriereende. Keine Topspielerin spielt so wenig wie sie. Dazu kommt, dass sie sich gerade verlobt hat. Aber: Wenn Williams bei einem Turnier antritt, will sie nur eins: gewinnen. Sollte sie die ersten Runden überstehen, kommt sie in Schwung. Dann wird sie schwer zu schlagen sein. 22 Grand Slam-Titel hat sie gewonnen, so viele wie Steffi Graf. Klar will sie den Open Ära-Rekord. Und sie will ihn schnell. Weil die Zeit drängt.

tim_1Tim Böseler

Nick Kyrgios

Ein Außenseiter-Tipp, aber ich traue dem australischen Heißsporn den Titel zu. Die Frage ist: Wird er sich und seine Nerven im Griff haben? Falls ja, dann wird er sich vor seiner Heimkulisse in einen Rausch spielen. Kyrgios hat aus den jüngsten Ereignissen gelernt. Ein glatt polierter 0815-Profi wird er nie werden – zum Glück! Eher ein Spieler mit Profil, der bereit ist für große Triumphe.

Angelique Kerber

Wie heißt es so schön: „Einen Grand Slam-Titel zu verteidigen, ist schwerer, als ihn erstmalig zu gewinnen.“ Ich halte nichts von solchen Weisheiten, aber viel von Angelique Kerber. Lange genug habe ich ihr zu wenig zugetraut. Das wird sich 2017 ändern! Sie ist in Melbourne naturgemäß die Favoritin – als Titelverteidgerin und Weltranglisten-Erste. Und sie wird dieser Rolle gerecht werden.

fg6t3502Felix Grewe

Novak Djokovic

Ursprünglich hatte ich auf Juan Martin del Portro als Herrensieger getippt. Zum einen, weil ich mir für die neue Saison auch mal neue Champions wünsche. Zum anderen, weil der Argentinier mich 2016 begeistert hat. Nun fehlt er in Down Under und ich rudere zurück: Novak Djokovic heißt mein neuer Favorit. Langweilig? Sorry, aber wer bereits sechsmal bei den Australian Open siegte, schafft das auch ein siebtes Mal. Djokovic hat in Doha bewiesen, dass er seine Krise des letzten halben Jahres überwunden hat. Er wirkt wieder gefestigt und spielerisch so grundsolide, dass es selbst für den Weltranglistenersten Andy Murray eine Herkulesaufgabe werden dürfte, den Serben zu bezwingen.

Angelique Kerber

Es gibt inzwischen keinen Grund mehr, nicht auf Kerber als Grand Slam-Siegerin zu tippen. Sie hat oft genug bewiesen, dass Druck für sie kein Problem mehr darstellt. Und: Sie ist die Nummer eins, weil sie die Konstanteste der Top-Spielerinnen ist. Wenn alle auf ihrem höchsten Level spielen, kann nur Williams der Deutschen Paroli bieten – aber für die Amerikanerin reicht es in Melbourne nicht.

florian_1Florian Vonholdt

Milos Raonic

Wimbledonendspiel, Halbfinale bei den Tour-Finals und Nummer drei der Welt – der Kanadier hat sich in der Weltspitze festgesetzt und bemerkenswerte Resultate erzielt. Warum sollte er in Melbourne, wo er 2016 bereits im Halbfinale stand (und Murray knapp in fünf Sätzen unterlag), nicht für ein weiteres sorgen? Ich lege mich fest: Diesmal schafft Raonic den ganz großen Wurf!

Karolina Pliskova

Ein ähnlich erfolgreiches Jahr wie Raonic hat die Tschechin hingelegt – gekrönt vom Sieg im Fed Cup. Bereits in New York hat Pliskova gezeigt, dass mit ihr zu rechnen ist. 2016 servierte sie die mit Abstand meisten Asse auf der WTA-Tour (530 in 61 Matches!) und reist mit großem Selbstvertrauen nach Down Under. Mit ihrem Powerspiel wird sie sich nicht stoppen lassen – auch von Angelique Kerber nicht.

kampenHenning Kampen

Rafael Nadal

Der Mallorquiner weiß genau, dass er aus den Top Ten fliegt, wenn er den Saisonbeginn verpatzt. Ich glaube an Nadal und traue ihm den Turniersieg zu. Auf dem Hartplatz konnte er das Turnier erst einmal gewinnen, ein weiterer Ansporn für Rafa. In Brisbane verlor er zuletzt in drei Sätzen gegen Milos Raonic. Bei den Australian Open will Nadal beweisen, dass seine Zeit noch nicht abgelaufen ist und er noch immer zu den Topspielern gehört.

Dominika Cibulkova

Keine andere Spielerin konnte im letzten Jahr mehr Titel (4) gewinnen als die Slowakin. Mit unermüdlichem Powertennis bringt sie so manche Gegenspielerin an den Rand der Verzweiflung. Diese Erfahrung musste letztes Jahr auch Angelique Kerber im Finale von Singapur machen. In zwei Sätzen musste sich die Nummer eins der Welt  dem Energiebündel geschlagen geben. 2014 stand Cibulkova bereits im Finale von Melbourne, verlor jedoch gegen die Chinesin Li Na. In diesem Jahr möchte sie als Siegerin vom Platz gehen und in der Weltrangliste weiter aufsteigen.

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