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CTL & IPTL: Asiatische Saisonverlängerung

Zwei Showligen in Asien – CTL und IPTL – sorgen derzeit für einen Massenauflauf von aktuellen Tennisstars und ehemaligen Größen, obwohl die offizielle Saison längst vorbei ist – wie passt das zusammen?

Wer an diesen Vormittagen nichts besseres zu tun hat, als durch das Fernsehprogramm zu zappen, wird sich als Tennisfan unter Umständen wundern, wenn er bei Eurosport angelangt ist: Der paneuropäische Sender zeigt den ersten Spieltag der Asien-Showliga IPTL live aus Kobe, Japan. Drei Tage lang, seit dem gestrigen Mittwoch, gastieren dort die fünf Teams der lukrativen VIP-Tour aus Singapur, Manilla, Dubai, Delhi und eben Kobe. Mit dabei sind – unter anderem – Kei Nishikori, Ana Ivanovic, Tomas Berdych, Maria Sharapova, Milos Raonic, Nick Kyrgios, die Deutschen Philipp Kohlschreiber und Dustin Brown sowie Serena Williams. An weiteren Spieltagen werden auch noch Andy Murray, Stan Wawrinka, Rafael Nadal und sogar Roger Federer für ihre Teams auflaufen. Die Teilnehmerliste ist exquisit, auch wenn der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic gestern seine IPTL-Auftritte wegen Müdigkeit absagte. „Mein Körper braucht nach dieser langen Saison einfach mehr Zeit, um sich zu erholen“, ließ der Serbe mitteilen.

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IPTL-Siegerteam 2014: die Indian Aces.

Genau das ist der Knackpunkt dieser hochbezahlten Jux-Liga: Die Profis jammern gerne über die extremen Belastungen im Tour-Alltag, lassen es sich aber nicht nehmen, die üppigen IPTL-Gagen abzugreifen. Nadal und Federer sollen etwa für ihre Einsätze jeweils mehr als eine Million Dollar erhalten. Und auch die anderen Profis werden fürstlich entlohnt. Merkwürdig auch, dass Serena Williams nach ihrer Niederlage bei den US Open sämtliche Matches für die WTA-Tour 2015 abgesagt hatte, aber nun für die „Singapur Slammers“ aufläuft. Häufigstes Argument der Profis für ihr IPTL-Engagement: Lockeres Warmspielen für die nächste Saison, gut bezahltes Training mit Topleuten, ausgelassener Teamspirit in einer Einzelsportart.

Zwei Städteligen parallel in Asien

Parallel zur IPTL findet in Indien – ebenfalls zum zweiten Mal – die Champions Tennis League (CTL) statt. Die Konzepte ähneln sich sehr: Städteteams mit aktuellen und ehemaligen Profis treten in fünf unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander an, es wird jeweils ein Satz gespielt, bei Einstand gilt die „No Ad“-Regel, am Ende ist die Gesamtsumme der gewonnenen Spiele über den Teamsieg ausschlaggebend. Bei der CTL ist allerdings weniger Geld im Spiel, aber auch dort treten durchaus bekannte Namen an. Zum Beispiel Ivo Karlovic, Fernando Verdasco, Feliciano Lopez, Jelena Jankovic oder Flavia Pennetta. Für die Oldie-Fraktion sind unter anderem Greg Rusedski, Thomas Muster, Alex Corretja und – als einziger Deutscher – Rainer Schüttler verpflichtet worden.

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