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Deutsche Meisterschaften: Michael Berrer gewinnt zum Karriereende

Die neuen Deutschen Meister heißen Carina Witthöft (Der Club an der Alster), Michael Berrer (TV Reutlingen) und Steffen Sommerfeld (Zehlendorfer Wespen). Am Ende einer langen Tenniswoche mit vielen spielerischen Highlights erlebten die Zuschauer bei den Deutschen Meisterschaften im WTB-Stützpunkt in Biberach mitreißende Matches und würdige Gewinner.



Den Anfang machten am Sonntagvormittag die Damen, hier kam es im Endspiel zu dem Duell der Porsche Team Deutschland Spielerin Carina Witthöft gegen Lokalmatadorin Laura Schaeder (TEC Waldau). In einer umkämpften Partie musste die favorisierte Hamburgerin den ersten Satz im Tiebreak abgeben, konnte aber Durchgang Nummer zwei – ebenfalls im Tiebreak – für sich entscheiden. In ihrem dritten Meisterschaftsfinale wollte es die Weltranglisten-87. aus der Hansestadt wissen und sicherte sich am Ende verdient den Sieg mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:4), 6:3. In den Jahren 2013 und 2014 hatte sie ihren Gegnerinnen Anna-Lena Friedsam und Antonia Lottner den Vortritt lassen müssen.

„Endlich hat es mit dem Titel geklappt“, jubelte die 21-Jährige nach dem Matchball. „Laura hat es mir heute richtig schwer gemacht, das war wirklich ein hartes Stück Arbeit. Ich liebe es, in Biberach zu spielen, die Hütte ist hier immer vom ersten Tag an voll und die Zuschauer sind einfach sehr fair.“ Nach der nun anstehenden kurzen Weihnachtspause wird sich die neue Deutsche Meisterin intensiv auf den Start in die Saison 2017 mit den Australian Open als erstem Höhepunkt vorbereiten. „Dieser Erfolg ist dafür genau die richtige Motivation.“

Im Anschluss an das Damenfinale wurde das Endspiel der Herren im Rollstuhltennis ausgetragen. Hier sicherte sich der Weltranglisten-33. Steffen Sommerfeld mit einem 6:3, 6:0 gegen den 22-jährigen Anthony Dittmar (TSC Göttingen) seinen insgesamt fünften Titel und den dritten in Folge in Biberach.

Berrer stark im letzten Match als Profi

In seiner letzten Partie als Tennisprofi hatte Michael Berrer es in der Hand, seine Karriere mit dem Gewinn des deutschen Meistertitels zu beenden. Doch mit dem 21-jährigen Maximilian Marterer aus dem DTB-Bundesstützpunkt in Oberhaching hatte er einen hochmotivierten und stark aufspielenden Gegner, der ihn vom ersten bis zum letzten Ballwechsel forderte. „Ich bin begeistert von seiner Spielweise, er wird noch für Furore sorgen“, kommentierte der 36 Jahre alte Stuttgarter die Leistung seines jungen Gegners. Am Ende war es vor allem die Routine, die Michael Berrer vor einem begeisterten Biberacher Publikum zum 6:7 (3:7), 6:4, 6:3-Sieg verhalf.

„Es ist ein Traum, hier in der Heimat vor den Augen meiner Familie in meinem letzten offiziellen Match den Titel zu gewinnen. Ich bin sehr dankbar für die ganze Unterstützung, die ich über die Jahre vom Württembergischen Tennis-Bund erhalten habe. ich gehe mit einem lachenden Auge und freue mich auf die Zukunft.“ Der zweifache Vater Michael Berrer wird sich nun seiner Familie widmen und hofft, dem Tennis in der einen oder anderen Funktion erhalten zu bleiben.

Bernd Greiner, Vizepräsident des veranstaltenden Deutschen Tennis Bundes, ließ es sich nicht nehmen, die Veranstalter der 45. Deutschen Meisterschaften zu loben: „Das waren wieder einmal perfekt organisierte Deutsche Meisterschaften mit hochklassigem Sport und würdigen Siegern. Wir haben spannende Spiele erlebt, bei denen die Zuschauer gerade am heutigen Finaltag voll auf ihre Kosten gekommen sind. Speziell für Michael Berrer freut es mich sehr, dass er zum Karriereabschluss noch einmal einen Titel wie diesen hier gewinnen konnte, das war hochverdient. Mein Dank geht an alle Beteiligten aus dem Team des Württembergischen Tennis-Bundes um die Turnierdirektoren Rolf Schmid und Dieter Gutermann, die hier immer wieder einen super Job machen. Mal schauen, vielleicht gibt es auch im nächsten Jahr ein Wiedersehen hier in Biberach, zu wünschen wäre es jedenfalls.“

„Besser hätten dieser Meisterschaften nicht beendet werden können“

Auch die Ausrichter vom Württembergischen Tennis-Bund zeigten sich angesichts einer gelungenen Veranstaltung zufrieden. „Besser hätten diese erneut erfolgreichen Meisterschaften nicht beendet werden können. Es ist Freude und große Ehre zugleich, dass wir Michael Berrer diesen würdigen Abschied bieten konnten“, so Präsident Ulrich Lange und Sportwart Rolf Schmid, der als Turnierdirektor die Gesamtleitung in Biberach innehatte.

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