2016 US Open – Day 11

Die Schulter! Serena Williams tritt nicht in Wuhan & Peking an

Serena Williams hat ihre Teilnahme bei den anstehenden beiden WTA-Turnieren in Wuhan und Peking abgesagt. Die ärgste Verfolgerin der Weltranglisten-Ersten Angelique Kerber gab in einer Erklärung eine anhaltende Schulterverletzung als Grund an.

Weil die Amerikanerin erst bei den WTA-Finals in Singapur antreten will, hat Kerber nun gute Chancen, ihre Spitzenposition bis zum Jahresende zu behaupten. Das Turnier der besten acht Spielerinnen dieses Jahres in Singapur ist der abschließende Saisonhöhepunkt.

Sie sei sehr enttäuscht, dass sie nicht in Wuhan und in Peking spielen könne, erklärte Williams drei Tage vor ihrem 35. Geburtstag. Im TV-Sender CNN hatte sie zuletzt betont: „Ich habe trainiert und gespielt, aber meine Schulter ist noch nicht bereit für Turniere. Ich habe keine Lust mehr, nicht gesund bei Turnieren zu spielen und Spiele zu verlieren, die ich niemals verlieren würde.“

In dieser Saison bestritt die langjährige Nummer eins nur acht Turniere und holte die Titel in Rom und in Wimbledon, dort im Finale gegen Kerber. Das Endspiel der Australian Open verlor sie gegen die Kielerin, die auch die US Open gewann. Im French-Open-Endspiel verlor Williams gegen die Spanierin Garbiñe Muguruza. „Es ist eine schlechte Saison für sie“, sagte ihr Trainer Patrick Mouratoglu bei CNN. „Für Serena ist alles andere als der Titel ein schlechtes Ergebnis. Mit einem Grand-Slam-Titel und zwei Endspielen können wir nicht zufrieden sein“, betonte der Franzose.

Kerber, die heute vor ihrer Abreise nach Asien in München eine Pressekonferenz abhielt, um einen neuen Sponsor zu präsentierten, hat bei dem Turnier in Wuhan zunächst ein Freilos. Danach trifft sie entweder auf Coco Vandeweghe oder Kristina Mladenovic.

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  1. Stefan Höfel

    Die Pause von Williams kann Kerber nutzen um ihren Vorsprung auszubauen. Es zeigt aber die Klasse von Williams, dass sie trotz ihrer wenigen gespielten Turniere den Platz 2 wohl behaupten wird. So etwas gab es 1988 bei den Herren auch. Mats Wilander war mit drei Grand-Slam-Titeln berechtigt auf Platz 1, während Ivan Lendl, obwohl er nur neun für die Rangliste zählende Turniere gespielt hatte, Platz 2 verteidigen konnte, u. a. gegen Newcomer Agassi, Wimbledonsieger Edberg und Masterssieger Becker. Für das Masters, das Lendl im Finale nach Netzroller-Matchball in fünf Sätzen, verlor, gab es damals keine Weltranglistenpunkte. Bemerkenswert an 1988 ist, dass damals noch das Durchschnittssystem galt, und der Divisor mindestens 12 war. D. h. in Lendls Fall, dass seine Gesamtpunkte nicht durch 9, sondern durch 12 geteilt wurde. Dass es trotzdem und ohne Grand-Slam-Titel zu Platz 2 reichte, zeigt Lendls Klasse und die „Schwäche“ seiner Konkurrenten. Übrigens: Tommy Haas war ja auch mal die 2, obwohl er nie ein Grand-Slam-Finale erreichte. Als Michael Stich die 2 wurde, das war 1993, hatte er ebenfalls kein Grand-Slam-Finale in der Wertung. Aber 1993 gab es für den Masterssieg genug Punkte um Jim Courier von Platz 2 zu verdrängen.


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