Novak Djokovic entschuldigt sich für Preisgeld-Aussagen

Djokovic entschuldigt sich für Aussagen: „Euphorie und Adrenalin“

Novak Djokovic hat sich nach seinen fragwürdigen Äußerungen um die Preisgeld-Verteilung im Tennis entschuldigt. „Euphorie und Adrenalin“ nach seinem Turniersieg in Indian Wells seien der Auslöser für unglückliche Formulierungen gewesen, schrieb der Weltranglistenerste bei Facebook: „Ich möchte jeden um Verzeihung bitten, der das falsch aufgefasst hat.“

Der Serbe hatte nach seinem fünften Triumph beim Masters in Kalifornien erklärt, dass er den Hut vor dem Kampf der Spielerinnen-Vereinigung WTA für gleiches Preisgeld bei Frauen und Männern ziehe. „Aber die Statistiken zeigen, dass Männertennis viel mehr Zuschauer hat. Das ist einer der Gründe, warum wir vielleicht mehr bekommen sollten“, so Djokovic: „Die Frauen sollten dafür kämpfen, was sie für angemessen halten, und wir sollten dafür kämpfen, was wir für angemessen halten.“

Djokovic relativiert Aussagen

Nach kritischen Reaktionen, unter anderem äußerte sich die 18-malige Grand-Slam-Siegerin Martina Navratilova, relativierte Djokovic nun seine Aussagen. „Wir alle sollten für das kämpfen, was wir verdienen. Mir ging es nicht um einen Geschlechterkampf oder Unterschiede bei der Bezahlung“, hieß es im Statement.

Raymond Moore, inzwischen zurückgetretener Turnierdirektor in Indian Wells, hatte die Debatte ins Rollen gebracht. „Wenn ich eine Spielerin wäre, würde ich jeden Abend auf die Knie gehen und Gott dafür danken, dass Roger Federer und Rafael Nadal geboren wurden. Denn die haben diesen Sport getragen“, hatte der Südafrikaner erklärt. Anschließend machten die US-Ikonen Navratilova, Serena Williams und Billie Jean King ihrem Unmut über die Aussagen Luft, Moore nahm seinen Hut.

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