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DTB-Chef von Waldenfels kompromissbereit

Im Streit um das Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum hat der Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB), Georg von Waldenfels, der Profivereinigung ATP erstmals einen Kompromiss angeboten. „Wenn man uns eine Art „750er“-Turnier und mindestens zwei Top-Ten-Spieler anböte, könnten wir darüber reden“, sagte von Waldenfels im tennis magazin-Interview.



Der DTB hatte einen Prozess gegen die ATP um den Erhalt des Termins im Mai und des Status als 1000er-Turnier der höchsten sportlichen Kategorie verloren und darf stattdessen nur noch ein 500er-Turnier Ende Juli austragen.

Gegen dieses Urteil vor einem amerikanischen Gericht hat der Verband Berufung eingelegt. Der verlorene Prozess hat den DTB angeblich bereits 2,5 Millionen Euro Anwaltshonorare gekostet, weitere 200 000 Euro kostet die Berufung, über die frühestens Anfang 2009 entschieden wird.

Rund eine Million Euro fehlen

Ein „750er“-Turnier ist bei der ATP nicht vorgesehen, doch selbst die Durchführung des 500er-Turniers ist noch nicht gesichert, weil die Finanzierung des etwa 3,5 Millionen teuren Etats nicht steht. Rund eine Million Euro fehlen, die der DTB gerne von der Stadt Hamburg erhalten würde.

Die Lokalpolitiker in der Hansestadt stehen dem jedoch eher ablehnend gegenüber. „Die Politik muss den Rothenbaum als ein Stück Infrastruktur begreifen“, erklärte der Münchner, den der bisher erfolglose Kampf um Deutschlands traditionsreichstes Turnier teilweise deprimiert hat: „Manchmal könnte ich weinen.“

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