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DTB will Vertrag mit Sponsor retten

Köln (SID) – Der Deutsche Tennis Bund (DTB) will den Vertrag mit seinem Sponsor Atlanticlux unbedingt retten. Stefan Felsing, im DTB-Präsidium zuständig für die Ressorts Recht und Vermarktung, versicherte im Gespräch mit dem Magazin Sponsors, es könne nicht die Rede davon sein, dass der DTB bei der Betreuung des Sponsors Fehler gemacht habe. „Diese Vorwürfe sind nicht nachvollziehbar“, sagte Felsing. Der Tennis-Weltverband ITF habe den DTB in diesem Jahr sogar ausdrücklich für seine Tätigkeit im Hinblick auf Davis-Cup-Ausrichtungen und Sponsorenbetreuung ausgezeichnet.



In diesem Fall geht es allerdings nicht um das Thema Sponsorenbetreuung, der Sachverhalt ist deutlich komplexer. Die FWU Group, zu der unter anderem der Versicherungsanbieter Atlanticlux gehört, ist derzeit auch persönlicher Sponsor von Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen. Dessen am Jahresende auslaufender Vertrag mit dem DTB ist vom Verband nach wie vor nicht verlängert worden. Kühnen, so der Vorwurf von FWU-Chef Manfred Dirrheimer, habe vom DTB die Anweisung erhalten, das FWU-Engagement zu beenden oder substanziell zu verändern.

„Das Ansinnen von Ihnen, das an Kühnen herangetragen wurde, den Vertrag mit uns einfach so, ohne vertraglichen Grund, zu beenden, damit seine Ärmel für andere DTB-Sponsoren frei werden, halten wir (…) für eine Sauerei“, zitierte die Süddeutsche Zeitung am Samstag aus einem Brief von Dirrheimer an DTB-Präsident Karl Altenburg und Vizepräsident Carl-Uwe Steeb.

Felsing widersprach dieser Darstellung im Gespräch mit Sponsors. „Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Aufforderung, Vertragsverhältnisse außerhalb des DTB zu beenden“, sagte er: „Das ist weder unsere Aufgabe noch unser Interesse. Der DTB ist den Interessen des Verbandes, seiner Mitglieder sowie seinen Partnern gegenüber verpflichtet.“

Auch Charly Steeb, DTB-Vizepräsident Sport, spricht im Interview mit Spiegel Online von einem „Vorgang, über den wir alle beim Deutschen Tennis Bund nicht glücklich sind. Der Vertrag mit Atlanticlux läuft noch für das Jahr 2013, und am liebsten würde ihn unsere Marketingabteilung sogar ausbauen. Deshalb ist der DTB bemüht, die Unstimmigkeiten schnellstmöglich zu klären.“

Klären will und muss der DTB auch die Personalie Kühnen. Nachdem sich in einem internen Gespräch in Paris keiner der Spieler explizit für den umstrittenen Teamchef ausgesprochen hat, will DTB-Chef Altenburg nun zunächst ein persönliches Gespräch mit Philipp Kohlschreiber führen. Deutschlands Nummer eins wirft Kühnen vor, die Unwahrheit zu sagen, und hat bereits verkündet, mit einem Teamchef Kühnen nicht für den Davis-Cup-Auftakt der deutschen Mannschaft im Februar 2013 in Argentinien zur Verfügung zu stehen.

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