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„Duell der Schönen“ im Australian-Open-Finale

Ana Ivanovic lächelte fröhlich, winkte ins Publikum und bedankte sich nach ihrem Halbfinalsieg artig bei den 15.000 Zuschauern in der Rod Laver Arena. „Ohne euch“, sagte sie, „ohne euch hätte ich das nie geschafft.“



Die Serbin versteht es vorzüglich, die Australier für sich einzunehmen und Sympathiepunkte zu sammeln. Auch am Samstag (3.30 Uhr MEZ) wird sie die Unterstützung des Publikums brauchen, wenn sie im Endspiel der Australian Open in Melbourne auf Maria Scharapowa trifft.

Die Russin bezwang im Halbfinale Jelena Jankovic (Serbien) mit 6:3, 6:1. Ivanovic setzte sich anschließend gegen Daniela Hantuchova (Slowakei) in einem fast schon verlorenen Spiel mit 0:6, 6:3, 6:4 durch, nachdem sie auch im zweiten Satz bereits mit 0:2 im Rückstand gelegen hatte.

Scharapowa spielt sich in die Rolle der Favoritin

Um den ersten Grand-Slam-Titel des Jahres stehen sich nun zwei 20-Jährige gegenüber. Die neue Generation nach Justine Henin und den Williams-Schwestern spielt den Titel unter sich aus. Scharapowa hat allerdings bereits Wimbledon 2004 und die US Open 2006 gewonnen und strebt ihren dritten Grand-Slam-Titel an. Sie ist der Liebling der Glamour-Magazine und gilt als bestverdienende Sportlerin der Welt.

Ein Superstar, der Tennis spielen kann. „Erfahrung macht enorm viel aus, die habe ich inzwischen“, sagte sie, „wichtig ist nicht, was man kann, sondern dass man das konstant im Spiel umsetzt.“ Sie spazierte in Melbourne in absoluter Glanzform durch das Turnier, schaltete im Viertelfinale glatt die Weltranglisten-Erste Henin (Belgien) aus und gilt nun als große Favoritin im Endspiel.

Ivanovic: „Ich weiß, was mich erwartet“

„Das letzte Jahr war ein verlorenes Jahr für mich“, sagte das blonde Glamour Girl, „erst vor dem Masters in Madrid wurde es wieder besser“. Zahlreiche Verletzungen plagten sie, vor allem die Schulter machte Probleme. Jetzt präsentiert sie sich so fit wie lange nicht. „Ich habe in der Winterpause sehr viel gearbeitet, viel auf dem Platz gestanden“, erklärte Scharapowa, „das zahlt sich jetzt aus.“

Bereits vor einem Jahr stand sie im Endspiel von Melbourne, unterlag aber Serena Williams klar. „Natürlich möchte man immer besser abschneiden als im Jahr davor“, sagt sie. Das gilt auch für Ivanovic. Sie stieß nach den French Open 2007, wo sie glatt gegen Henin verlor, zum zweiten Mal ins Finale eines Major-Turniers vor.

„Maria spielt ein sehr gutes Turnier, es wird ein sehr schweres Match“, meint die Serbin, die ihren offiziellen Wohnsitz in Basel hat, „aber zwischen uns steht es 2:2, und ich weiß, was ich zu erwarten habe.“ In der neuen Weltrangliste ab Montag klettert sie auf Platz zwei hinter Henin, Scharapowa bleibt Fünfte. „Das ist ja super, das wusste ich gar nicht“, sagte Ivanovic, „dann habe ich ja nur noch einen Schritt zu gehen.“

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