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Fed Cup: Welche Chancen hat die Rumpfbesetzung?

Nachdem die deutsche Auswahl 2016 und 2017 im Fed Cup jeweils in der ersten Runde scheiterte und in die Relegation musste, soll gegen Weißrussland jetzt endlich wieder das Weiterkommen gelingen. Die deutschen Topspielerinnen Kerber, Görges und Witthöft fehlen jedoch. Wir prüfen die Chancen unserer Damen auf den Halbfinaleinzug.



Ausgangslage im Fed Cup

In der ersten Runde treten die deutschen Damen auswärts in Minsk in Weißrussland an. Gespielt wird auf einem Hartplatz, dessen Belag im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis liegt: Wenn nicht gerade Fed Cup ist, wird in der Halle Eishockey gespielt. Zwar findet in der Halle keine regelmäßiges Turnier statt, aber schon im letzten Jahr trugen die Weißrussinnen alle drei Fed Cup Heimspiele hier aus. Den Gegnerinnen der Deutschen ist der Platz daher vom Prinzip her sehr vertraut.

Die Bilanz der letzten Jahre fällt für Deutschland im Fed Cup durchwachsen aus: Im letzten Jahr war die deutsche Auswahl auswärts gegen die USA ohne Chance und schied mit 0:4 aus. Auch 2016 verloren die Damen zuhause, gegen die Schweiz mit 2:3. 2015 schaffte das Team es bis ins Halbfinale, das Jahr davor sogar bis ins Finale. Ein Titelgewinn sprang dabei jedoch nicht raus. Derzeit steht Deutschland im Nationenranking auf Platz 6.

Erleichterung bei den deutschen Damen: 2017 gelang der Klassenerhalt in der Relegation.

Weißrussland stieg in der Saison 2016 erstmals in die Weltgruppe im Fed Cup auf. Umso beeindruckender ist es, dass es sie es in ihrer ersten Weltgruppen-Saison 2017 direkt bis ins Finale kamen. Im Endspiel unterlagen sie allerdings zuhause den USA. Im Nationenranking steht Weißrussland trotz der jungen Geschichte in der Weltgruppe an Rang 3 – und damit vor Deutschland.

Kader und Form der Weißrussinnen

Im Gegensatz zu Deutschland stehen für das weißrussische Team die besten Spielerinnen des Landes zur Verfügung. Angeführt von Aliaksandra Sasnovich gehen außerdem noch Aryna Sabalenka und Vera Lapko als Einzelspielerinnen an den Start. Lidziya Marozava komplettiert das Team als höchstplatzierte Doppelspielerin des Landes.

Anführerin Aliaksandra Sasnovich präsentiert sich in diesem Jahr bisher in hervorragender Form: In Brisbane kämpfte sie sich durch die Qualifikation bis ins Finale vor, wo sie Elina Svitolina unterlag. Allein in diesem Turnier sammelte sie sieben Siege – zwei davon gegen Top 20-Spielerinnen. Und auch bei den Australian Open schaffte die 23-Jährige es immerhin bis in die dritte Runde.

Auch ihre Mitstreiterin Aryna Sabalenka spielt in der bisherigen Saison überzeugend: In Shenzhen schaffte sie es bis ins Viertelfinale, wo sie sich Simona Halep geschlagen geben musste. Auch beim Turnier in Hobart kam sie unter die besten Acht. Bei den Australian Open musste sie sich in der ersten Runde zwar Ashleigh Barty geschlagen geben, forderte die Nummer 16 der Welt dabei aber gehörig und gewann einen Satz.

Bei der Australian Open musste Sabalenka sich in einem knappen Spiel in Runde eins geschlagen geben.

Weniger gut als bei ihren Landsfrauen läuft es bei Vera Lapko. Die 19-Jährige scheiterte in Brisbane, Melbourne und St. Petersburg jeweils in der Qualifikation und hat dieses Jahr somit noch kein Turnier in der Hauptrunde gespielt. Das einzige kleine Erfolgserlebnis war der Viertelfinaleinzug im Doppel in St. Petersburg. So scheint es ziemlich sicher, dass Lapko im Doppel eingesetzt wird: Hier klappte es zuletzt schließlich besser als im Einzel. Schon letztes Jahr spielte sie im Fed Cup zweimal das Doppel.

Im Doppel fest gesetzt dürfte Lidziya Marozava sein, auch wenn sie ebenfalls schlecht in das Jahr 2018 startete: Während sie es in Shenzhen im Doppel immerhin ins Halbfinale schaffte, kam sie in Melbourne nur in Runde zwei. Bei zwei weiteren Turnieren schied sie jeweils in der ersten Runde aus. Im weißrussischen Team verfügt sie dennoch über die größte Doppel-Erfahrung und kann sich ihres Einsatzes daher relativ sicher sein.

Auf Seite 2: Form und Kader der Deutschen, der direkte Vergleich und die Prognose fürs Spiel

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