BNP Paribas Open – Day 11

Federer: „Freue mich auf die Zeit nach der Karriere“

16 Siege, noch keine Niederlage – so gut ist Roger Federer zuletzt im Jahr 2006 in eine Saison gestartet. In einem Interview gibt er Einblicke in sein Privatleben.

Auch Hyeon Chung hielt Roger Federer in Indian Wells nicht auf. Mit 7:5 und 6:1 ließ der Schweizer im Viertelfinale den 15 Jahre jüngeren Südkoreaner alt aussehen. Für Federer war es bereits der 16. Sieg in Folge. Damit stellte er den besten Saisonstart seiner Karriere aus dem Jahr 2006 ein. Damals musst er sich nach Turniersiegen in Doha und bei den Australian Open im Finale von Dubai Rafael Nadal geschlagen geben.

Auch privat scheint es beim Schweizer derzeit sehr gut zu laufen. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung äußerte sich Federer über seine Kinder: „Es ist etwas ganz anderes, seine eigenen Kinder zu haben.“ Er hätte schon immer gut mit Kindern gekonnt, aber andere Kinder erlebe man meist nur, wenn es ihnen gutgehe. „Bei meinen eigenen kommt häufig hinzu, für sie da zu sein, wenn es ihnen nicht gutgeht“, schilderte der 36-Jährige. In einem Interview mit dem Schweizer Tagesanzeigers ließ er kürzlich durchblicken, dass seine Kinder auch bereits den Tennisschläger in der Hand haben.

Zudem freue er sich auf die Zeit nach der Karriere: „Das hab ich auch schon in der Zeit der Verletzung gespürt. Sechs Wochen an einem Ort zu sein, da kannst du dich auf einmal ein bisschen gehen lassen und Dinge vor Ort organisieren.“ Dies sei im Tennis-Alltag kaum möglich, weil er seine Termine schon frühzeitig festlegen müsse.

Kaum Konkurrenz für Federer

Beeindruckend ist, mit welcher Deutlichkeit Federer die Tennisszene in diesem Jahr dominiert. 2018 hat er erst drei Sätze abgegeben. Einen davon gegen Robin Haase im Viertelfinale von Rotterdam. Dem ließ er dann allerdings zwei klare 6:1-Sätze folgen. Der einzige Spieler, der Federer am Rande einer Niederlage hatte, war Marin Cilic, der ihm im Finale der Australian Open fünf Sätze lang forderte.

Diese Dominanz ist zu Teilen der aktuellen Verletzungsmisere in der Weltspitze geschuldet. Die Dauerkonkurrenten der vergangenen Jahre Rafael Nadal, Andy Murray und Stan Wawrinka sind alle verletzt und können nicht ins Geschehen eingreifen. Novak Djokovic ist nach überstandener Ellenbogenverletzung ebenfalls noch weit von seiner Bestform entfernt, wie die Niederlage gegen den japanischen Qualifikanten Taro Daniel zeigt.

So scheinen Marin Cilic und der aufstrebende Hyeon Chung, die nach Federer in diesem Jahr die meisten Punkte gesammelt haben, derzeit seine stärksten Konkurrenten zu sein.Eventuell kann ihn auch der wiedererstarkte Juan Martin Del Potro in einem möglichen Finale in Indian Wells noch gefährden. Der Argentinier zeigte sich in letzter Zeit sehr formstark und besiegte bei seinem Turniersieg in Acapulco mit Dominic Thiem, Alexander Zverev und Kevin Anderson gleich drei Top-10-Spieler.

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