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Federer: Rang eins zu verlieren „war schon hart“

Die entthronte Nummer eins, Roger Federer, hat durch seinen souveränen 6:2, 7:5, 6:2-Finaltriumph gegen den Schotten Andy Murray bei den US Open seine aufkommenden Kritiker, die ihm das baldige Ende seiner Erfolgsgeschichte prophezeihten, verstummen lassen. Nun lässt der Schweizer das bisher turbulente Jahr 2008 Revue passieren und wagt einen Ausblick für die Zukunft.



Frage: „Nach etlichen Rückschlägen hat es bei den US Open doch noch zum ersten Grand-Slam-Turniersieg des Jahres gereicht. Wie erleichtert sind Sie?“

Roger Federer: „Für mich war das ein großer Schritt nach vorne. Ich habe ein schwieriges Jahr durchlebt mit Final-Niederlagen in Paris und Wimbledon, die schon hart waren. Dieser Titel ist deshalb ein ganz spezieller. Er bedeutet mir sehr viel und hat einen süßen Beigeschmack. Das ist unglaublich.“

Frage: „Sie haben auch die Spitze der Weltrangliste an Rafael Nadal verloren und die ersehnte Olympia-Medaille im Einzel verpasst. Haben Sie immer an sich geglaubt?“

Federer: „Als es nicht so lief, ist alles dramatisiert worden. Jeder dachte, er müsste mir irgendwie helfen. Da kamen viele Angebote, das war nervig. Deshalb fühlt sich dieser Erfolg auch so gut an. Ich aber habe immer positiv gedacht, war selbstbewusst und glaubte an meine Chance. Es ist jetzt doch nicht alles so schlecht, wie viele dachten.“

Frage: „Wie haben Sie es geschafft, sich nach den Enttäuschungen der vergangenen Monate so zurückzumelden?“

Federer: „Der Doppel-Titel bei den Olympischen Spielen zusammen mit Stanislas Wawrinka hat mich total inspiriert und motiviert. Ich hätte nie gedacht, dass das ein Doppel-Wettbewerb bei mir schafft. Insgesamt war es aber ein gutes Jahr. Ich habe zwar ein bisschen weniger Titel gewonnen, aber ich war immer nah dran.“

Frage: „Wie sehr hat Sie der Verlust der Nummer eins nach 237 Wochen getroffen?“

Federer: „Es war schon hart, diese Position zu verlieren. Deshalb war dieses Szenario hier in New York auch so schön. Nächstes Jahr werde ich wieder voll angreifen. Da ist vieles möglich, da werde ich wieder attackieren. Natürlich kann ich mich noch verbessern, aber mit meinem derzeitiges Level bin ich sehr zufrieden.“

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