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Federer und Roddick verlieren zum Masters-Auftakt

Titelverteidiger Roger Federer ist beim Masters-Cup in Shanghai wie schon 2007 erneut mit einer Niederlage gestartet. Der 27-jährige Schweizer unterlag Nadal-Ersatz Gilles Simon aus Frankreich mit 6:4, 4:6, 3:6 und hofft nun auf einen ähnlichen Turnierverlauf wie im vergangenen Jahr. Vor zwölf Monaten hatte Federer sein erstes Gruppenspiel gegen den Chilenen Fernando Gonzalez verloren und am Ende zum insgesamt vierten Mal das Saisonfinale der acht Weltbesten gewonnen.



Im zweiten Spiel der Roten Gruppe setzte sich der Schotte Andy Murray mit 6:4, 1:6, 6:1 gegen seinen amerikanischen Namensvetter Andy Roddick durch. In der Tabelle führt nach dem ersten Spieltag Simon vor Murray, Roddick und Schlusslicht Federer. An der Spitze der Goldenen Gruppe steht Australian-Open-Sieger Novak Djokovic (Serbien) vor Nikolai Dawydenko (Russland), Melbourne-Finalist Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich) und dem Argentinier Juan Martin del Potro.

Federer, der in diesem Jahr als zweiter Spieler nach Ivan Lendl den Hattrick beim Saisonfinale schaffen will, leistete sich gegen Simon nicht weniger als 50 unerzwungene Fehler und rätselte anschließend über die Gründe für seine Niederlage. „Ich habe von Anfang an nicht gut aufgeschlagen, aber ich weiß nicht, ob es nur daran lag“, sagte der Weltranglisten-Zweite, der das Tennisjahr erstmals seit 2003 nicht als Nummer eins beenden wird.

Federer gibt Match nach erstem Satz aus der Hand

Im Oktober hatte Federer wegen Rückenproblemen auf einen Start beim Masters-Turnier in Paris verzichtet, doch die Beschwerden schienen im Match gegen Simon ganz und gar nicht auskuriert. Der US-Open-Sieger bewegte sich nach dem gewonnenen ersten Satz immer schwerfälliger und überließ Simon die Kontrolle über die Partie. „Ich bin sehr glücklich, aber auch total erschöpft“, sagte der 23-jährige Franzose: „Im zweiten und dritten Satz habe ich mein bestes Tennis gespielt.“

Simon zeigte keinen Respekt vor dem großen Namen seines Gegners und attackierte Federers Rückhand immer wieder mit seinen kraftvollen Schlägen von der Grundlinie. Nach zwei Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball mit einem As. Er hatte bereits beim Masters-Turnier im September in Toronto in der ersten Runde gegen Federer gewonnen. Es war das erste Match des Schweizers nach dem epischen Wimbledon-Finale gegen seinen spanischen Dauerrivalen Rafael Nadal, der ihn am 18. August an der Spitze der Weltrangliste ablöste.

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