Am 3. Juli startet das 131. Wimbledon-Turnier

Fragen und Antworten zu den 131. Championships in Wimbledon

Es ist das älteste und zugleich bedeutendste Tennisturnier der Welt, von den Briten in aller Bescheidenheit „The Championships“ genannt. Zum 131. Mal richtet der All England Lawn Tennis and Croquet Club vom 3. bis zum 16. Juli im Londoner Stadtteil SW19 „Die Meisterschaften“ aus – weltbekannt unter dem Namen Wimbledon.



Wer sind die Favoriten?

Seit zwölf Monaten verfolgt Roger Federer ein Ziel: seinen achten Titel in Wimbledon. In der Vorbereitung auf den möglichen Rekordsieg triumphierte der Schweizer in Melbourne, ließ die Sandsaison sausen und zeigte in Halle/Westfalen, dass er auf Rasen nichts verlernt hat. „Ich spiele für meine Familie, mein Team, meine Fans, mein Land“, sagt der 35-Jährige. Federers Rivalen? Die üblichen Verdächtigen! Titelverteidiger Andy Murray (Schottland), der dreimalige Champion Novak Djokovic (Serbien) und Sandplatzkönig Rafael Nadal (Spanien).

Roger Federer verzichtete auf die Sandplatzsaison und konzentrierte sich stattdessen auf Rasen. In Halle sicherte der Schweizer sich seinen neunten Titel.

Roger Federer verzichtete auf die Sandplatzsaison und konzentrierte sich stattdessen auf Rasen. In Halle sicherte der Schweizer sich seinen neunten Titel.

Wer sind die Favoritinnen?

Serena Williams (USA) ist schwanger, Maria Sharapova (Russland) verletzt. Ohne die beiden Superstars fehlt dem Frauenfeld nicht nur Glamour, sondern auch Klasse. So zählt die zweimalige Siegerin Petra Kvitova (Tschechien) sechs Monate nach der Messerattacke in ihrem Appartement schon wieder zu den Favoritinnen. Karolina Pliskova hat neben ihren guten Aufschlägen ein weiteres Ass im Ärmel – ihr Coach David Kotyza führte Petra Kvitova bereits als Trainer zum Wimbledonsieg. „Jede Spielerin kann jede schlagen„, sagt Bundestrainerin Barbara Rittner. Ob das auch für ihre Fed Cup-Frauen gilt? Die topgesetzte Vorjahresfinalistin Angelique Kerber sucht noch nach ihrer Form. Immerhin sorgte Julia Görges in der Wimbledon-Vorbereitung mit dem Finaleinzug auf Mallorca für einen Hoffnungsschimmer.

Petra Kvitova zählt zu den Favoritinnen in Wimbledon. Die Tschechin konnte das Turnier bereits 2011 und 2014 (Foto) gewinnen.

Petra Kvitova zählt zu den Favoritinnen in Wimbledon. Die Tschechin konnte das Turnier bereits 2011 und 2014 (Foto) gewinnen.

Wie stehen die Chancen der übrigen Deutschen?

Gesetzt sind neben Kerber nur noch zwei: die Brüder Alexander und Mischa Zverev (Hamburg). Beide gehören jedoch nicht zum erweiterten Favoritenkreis. Er gehörte in diesem Jahr bereits zu den Top-Ten-Spielern der Welt. Dass er auch auf Rasen bestehen kann, hat er in diesem Jahr bereits mit dem Einzug ins Halbfinale von s´Hertogenbosch und dem Finale von Halle gezeigt. Dort bekam Alexander (20) zuletzt jedoch von Roger Federer seine Grenzen aufgezeigt. Mischa (29) bewegt sich zwar etwas natürlicher auf Rasen als sein Bruder, für die Weltspitze reicht es aber nicht. Ex-Finalistin Sabine Lisicki (Berlin) hofft nach langer Leidenszeit auf die Wende bei ihrem Lieblingsturnier.

Alexander Zverev zog beim Rasenturnier in Halle bis ins Finale ein. Dort unterlag er Roger Federer jedoch deutlich (1:6, 3:6).

Alexander Zverev zog beim Rasenturnier in Halle bis ins Finale ein. Dort unterlag er Roger Federer jedoch deutlich (1:6, 3:6).

Wer steht noch im Fokus?

Tommy und Valentina Haas! Das Vater-Tochter-Gespann hat die Fans auf der Abschiedstour in Stuttgart und Halle zu Tränen gerührt. Nun sagt der ehemalige Weltranglistenzweite auch in Wimbledon „Goodbye“. Der All England Club gestattet Haas dank einer Wildcard den letzten Start auf dem Heiligen Rasen, mit dem der 39-Jährige erst spät Frieden schloss. Nach einer Magenverstimmung (2001), dem Motorradunfall seiner Eltern (2002) und einem Bänderriss durch ein Missgeschick beim Einspielen (2005) erreichte Haas 2009 doch noch das Halbfinale.

Tommy Haas schlägt ein letztes Mal in Wimbledon auf. Zuletzt warf er Roger Federer in Stuttgart aus dem Turnier.

Tommy Haas schlägt ein letztes Mal in Wimbledon auf. Zuletzt warf er Roger Federer in Stuttgart aus dem Turnier.

Wo wird Wimbledon übertragen?

Der Pay-TV-Sender Sky berichtet wie in den vergangenen Jahren ausgiebig und auf mehreren Kanälen. 350 Stunden Tennis hat Sky angekündigt. Garniert wird das Livebild mit der abendlichen Show „London Calling – die Highlights“ auf dem frei empfangbaren Sender Sky Sport News HD (22.00 Uhr), moderiert von Yannick Erkenbrecher und Experte Patrik Kühnen.

Zahlen bitte!

Das Preisgeld in Wimbledon ist erneut gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent. Insgesamt werden 31,6 Millionen Pfund (37,4 Millionen Euro) ausgeschüttet. Die Sieger im Männer- und Fraueneinzel bekommen jeweils 2,2 Millionen Pfund (2,6 Millionen Euro/+10 Prozent). Seit 2011 (14,6 Millionen Pfund) hat sich das Preisgeld in Wimbledon mehr als verdoppelt, Rekordhalter sind allerdings weiter die US Open in New York, bei denen bereits im vergangenen Jahr 46,3 Millionen Dollar (41,7 Millionen Euro) ausgeschüttet wurden. (SID/Redaktion)

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