Am 31. August beginnen die US Open

Fragen und Antworten zu den US Open

WAS STEHT AN? 



Die US Open in New York (31. August bis 13. September) sind das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Als Titelverteidiger gehen Marin Cilic (Kroatien) und Serena Williams (USA) ins Rennen. Mit seinem sechsten Triumph könnte Roger Federer (Schweiz) zum alleinigen Rekordsieger von Flushing Meadows avancieren – vor Pete Sampras und Jimmy Connors (beide USA). Williams greift nach ihrem siebten Titel im Big Apple. Die Weltranglistenerste würde damit in der Bestenliste Chris Evert überholen.

 

WAS MACHT DIE US OPEN SO BESONDERS?

Sie gelten als das lauteste und schillerndste der vier Grand-Slam-Turniere. Das Billie Jean King National Tennis Center im New Yorker Stadtteil Queens liegt unweit des LaGuardia Airports. Was zur Folge hat, dass die landenden Jets im Minutentakt und in weniger als 100 Metern Höhe über die Anlage donnern. Auch Hollywood liegt während der zwei Turnierwochen an der Ostküste: Ex-007 Sean Connery, Alec Baldwin, Leonardo Di Caprio und Co. gehören bei den US Open zu den Stammgästen – ebenso wie Milliardär Donald Trump oder Vogue-Chefin Anna Wintour. Legendär sind auch die oft bis weit nach Mitternacht andauernden Night Sessions im Arthur-Ashe-Stadium – dem größten Tennis-Stadion der Welt (22.547 Zuschauer).

 

WER SIND DIE FAVORITEN?

Roger Federer (Schweiz) hat das prestigeträchtige Vorbereitungsturnier in Cincinnati gewonnen – ausgerechnet durch einen Finalerfolg gegen den US-Open-Topfavoriten und Branchenführer Novak Djokovic (Serbien). Federer ist in New York der Publikumsliebling, der letzte seiner bislang 17 Major-Triumphe liegt allerdings über drei Jahre zurück. Die Zuschauer fiebern einem weiteren Grand-Slam-Coup des 34-Jährigen auf der größten Tennis-Bühne der Welt entgegen. Chancen werden auch dem Briten Andy Murray und dem letztjährigen Finalisten Kei Nishikori (Japan) eingeräumt.

 

WER SIND DIE FAVORITINNEN?

Serena Williams, Serena Williams – und nochmal Serena Williams. Der Superstar kann sich bei seinem Heim-Grand-Slam eigentlich nur selbst schlagen. Doch der Druck ist enorm. Williams könnte mit ihrem insgesamt siebten Erfolg in New York den sogenannten Kalender-Grand-Slam besiegeln. Die Titel in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York in einer Saison hat zuletzt Steffi Graf 1988 geholt. Zudem würde Williams mit 22 Major-Titeln zu Open-Era-Rekordhalterin Graf aufschließen. Die 33 Jahre alte Amerikanerin hat in diesem Jahr erst zwei Matches verloren und seit August 2013 eine weiße Weste auf den US-Hartplätzen (44:0 Siege). Zuletzt unterlag sie allerdings im Halbfinale von Toronto der 18-jährigen Schweizerin Belinda Bencic. Williams hat die US Open zuletzt dreimal in Folge gewonnen. Außenseiterchancen werden noch Simona Halep (Rumänien) eingeräumt.

 

WIE STEHEN DIE CHANCEN DER DEUTSCHEN?

Hoffnungsträgerin Angelique Kerber hat hinter Serena Williams (fünf Titel) die meisten Turniersiege 2015 geholt – nämlich vier. Anfang August siegte die deutsche Nummer eins bei der Hartplatzveranstaltung in Stanford. Eigentlich eine gutes Omen. Doch Kerber hatte auch vor den French Open (Charleston und Stuttgart) sowie vor Wimbledon (Birmingham) Turniere gewonnen – bei den folgenden Majors war dann aber jeweils schon in der dritten Runde Endstation. Kerber wartet seit über einem Jahr auf eine Achtelfinal-Teilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier. Andrea Petkovic (Darmstadt) und Sabine Lisicki (Berlin) sind immer für Überraschungen gut – in positiver wie negativer Hinsicht. Hoffnungsträger bei den Männern ist Philipp Kohlschreiber (Augsburg), der zuletzt dreimal in Folge das Achtelfinale von Flushing Meadows erreichte.

 

WAS MAN SONST NOCH WISSEN MUSS?

Die Anlage wird bis 2018 für rund 500 Millionen Dollar modernisiert. Das Arthur-Ashe-Stadion bekommt ein mobiles Dach. Mehr als 6000 Tonnen Stahl, 115.000 Schrauben und 1700 Eisenbalken werden verbaut sein, wenn das Konstrukt im August 2016 in Betrieb genommen wird. Das Schiebedach ist überfällig: Insgesamt siebenmal musste das Turnier wegen Regens schon um einen Tag verlängert werden.

 

ZAHLEN BITTE! 

42,3 Millionen Dollar – kein Grand-Slam-Turnier schüttet mehr Preisgeld aus als die US Open in diesem Jahr. Im letzten Jahr waren es insgesamt 38,5 Millionen Dollar. Das macht eine Steigerung von 10,5 Prozent. Auf die Sieger der beiden Einzel-Konkurrenzen wartet eine Prämie von jeweils 3,3 Millionen Dollar (2,9 Millionen Euro) – 400.000 Dollar mehr als im vergangenen Jahr. Bis 2017 will der gastgebende Verband USTA das Preisgeld auf mehr als 50 Millionen Dollar erhöhen.

 

DAS BESTE ZUM SCHLUSS

Die Trophäe für den Sieger beziehungsweise die Siegerin wird seit über 20 Jahren beim weltberühmten Edeljuwelier Tiffany in der Fifth Avenue hergestellt.

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  1. Marco

    Sehr informativer Artikel – und endlich auch mal wer der den guten Kei Nishikori mit zum (zumindest erweiterten) Favoritenkreis zählt und erwähnt.

    Auf ein tolles Turnier!


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