Maria Scharapowa vor ihrem Comeback nach Dopingsperre

Fragen und Antworten zum Comeback von Maria Sharapova

Maria Sharapova feiert am Mittwoch nach 15-monatiger Dopingsperre wegen Meldonium-Missbrauchs ihr Comeback auf der WTA-Tour. Die Russin trifft in der ersten Runde des WTA-Turniers in Stuttgart (18.30 Uhr/Sport1) auf die ehemalige US-Open-Finalistin Roberta Vinci. Die 34-jährige Italienerin ist nur noch die Nummer 36 im Ranking. Sharapoa wird in der Weltrangliste überhaupt nicht mehr geführt – hat aber bislang beide Duelle gegen Vinci gewonnen. Ihr bislang letztes Match hatte Sharapova am 26. Januar 2016 im Viertelfinale der Australian Open bestritten.



Warum bekam Sharapova eine Wildcard?

Die 30-Jährige hat beim Sandplatzturnier in Stuttgart dreimal in Folge den Titel geholt (2012-2014). Ohne eine Wildcard hätte Sharapova in der Qualifikation antreten müssen. Turnierdirektor Markus Günthardt meinte: „Maria hat ihre Verfehlung zugegeben, ihre Sperre abgesessen und damit jedes Recht dieser Welt, zurückkommen zu dürfen. Sie ist ein Weltstar und hat die Halle in der Vergangenheit zum Brodeln gebracht.“ Die Verantwortlichen handelten regelkonform. Nirgends in den WTA-Regularien steht geschrieben, dass eine Dopingsünderin nach abgesessener Sperre keine Wildcard erhalten darf.

Warum gab es trotzdem soviel Kritik?

Sharapovas Sperre läuft nach 456 Tagen erst Dienstagnacht ab – zwei Tage nach dem offiziellen Beginn des Turniers. Bis dahin darf sie die Anlage nicht betreten. Auch ihre Akkreditierung kann die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin erst am Mittwochfrüh abholen. Sie ist die internationale Markenbotschafterin des Turnier-Hauptsponsors. Die Wildcard für Sharapova hat zur Folge, dass nur eine statt zwei „Freifahrtscheine“ für deutsche Spielerinnen zur Verfügung standen. Die letztjährige Finalistin Laura Siegemund (Metzingen) bekam diese – Fed-Cup-Matchwinnerin Julia Görges (Bad Oldesloe), die in Stuttgart 2011 gewonnen hatte, ging dagegen leer aus.

Wie bereitete sich Sharapova auf ihre Rückkehr vor?

Seit vergangenen Freitag trainiert sie auf den Sandplätzen der Anlage des SV Sillenbuch vor den Toren Stuttgarts. Am Montag lauerten ihr einige Fotografen dort auf. Mit Kopfhörern stieg Sharapova aus dem Auto und verschwand in der Halle. Ohne etwas zu sagen. In den vergangenen Monaten machte sie sich in der Akademie von Nick Bollettieri in Bradenton/Florida fit, in der sie schon als Jugendliche trainierte.

Was sagen die Konkurrentinnen über das Comeback und ihre Wildcard von Stuttgart?

Angelique Kerber: „Seltsam“

Caroline Wozniacki:  „Respektlos“

Garbine Muguruza: „Ich persönlich kann mich nicht einmal an Sharapova erinnern“

Roberta Vinci: „Ich finde es nicht okay, dass Maria in Stuttgart, Rom und Madrid eine Wildcard bekommt. Sie hat ihre Sperre abgesessen und dafür bezahlt. Sie kann zurückkehren – aber ohne Wildcards“ (SID)

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  1. Stefan Höfel

    Da von den 12 Erstrundenmatches in Stuttgart jeweils sechs am Dienstag und am Mittwoch stattfinden, ist man Sharopowa hier nicht entgegengekommen, da auch elf „nichtgedopte“ Spielerinnen erst am Mittwoch ihr jeweiliges Erstrundenmatch bestreiten.
    Falls Sharapowa ihr Auftaktmatch gewinnen sollte, trifft sie auf ihre Landsfrau Makarova, die sich gegen Sharapowa-Kritikerin Radwanska durchsetzte.
    Kerber könnte im Halbfinale, dann wäre sie „wieder“ die Nr.1, auf Sharapowa treffen.


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