In Superzeitlupe: Die Kung Fu-Rückhand von Serena Williams

Was für eine Grundlinien-Akrobatik von Serena Williams: Schauen Sie sich in diesem „Super-SloMo-Video“ die Rückhand der Weltranglisten-Ersten an! Sie wird von Gegnerin Kiki Bertens zu einem plötzlichen Richtungswechsel gezwungen, kommt noch rechtzeitig an den Ball, schwingt durch – und vollführt eine abenteuerliche Ausschwungbewegung. Während sie den Schläger weit über die rechte Schlagschulter zieht, streckt sie ihr rechtes Bein wie bei einem Kung Fu-Tritt nach oben. Die Kung Fu-Rückhand ist eine Besonderheit im Spiel von Williams, die meistens dann zur Anwendung kommt, wenn sie kritische Momente in einem Match zu überwinden hat. Es ist, als ob sie ihren gesamten Körper in diesen Schlag legt und dem Ball mit Armen, Schläger und Bein hinterher gehen will.

Wenig überzeugender Auftritt gegen Bertens

Trotz dieser Einlage: Der Auftritt gestern von Serena Williams in ihrem Zweitrunden-Match bei den US Open gegen Kiki Bertens war wenig überzeugend. 3:5 lag sie im ersten Satz zurück, rettete sich aber in den Tiebreak, wo sie ebenfalls zurücklag. Erst 0:4, dann 3:5. Aber Williams ist eben Williams: Sie machte – als es wirklich drauf ankam – die wichtigen Punkte und entschied den Tiebreak mit 7:5 für sich. Wer nun dachte, dass der zweite Durchgang ein Spaziergang werden würde, sah sich getäuscht. Williams hatte Probleme mit ihrem Service, machte zehn Doppelfehler im gesamten Match und gab auch zu Beginn des zweiten Durchgangs ihren Aufschlag ab. Am Ende gewann Williams 7:6, 6:3 – und ging danach erst einmal mit Coach Patrick Mouratoglou auf den Trainingscourt. Es gab wohl noch einiges aufzuarbeiten – vielleicht auch die Technik bei der eigenwilligen Kung Fu-Rückhand.

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