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Kerber und Görges erreichen Achtelfinale

Melbourne (SID) – Angelique Kerber (Kiel) und Julia Görges (Bad Oldesloe) stehen im Achtelfinale der Australian Open. Die an Position fünf gesetzte Kerber beschenkte sich an ihrem 25. Geburtstag selbst und zog durch ein 6:2, 7:5 gegen Madison Keys (USA) erstmals in die Runde der letzten 16 von Melbourne ein.



Ihre Fed-Cup-Teamkollegin Görges besiegte die Chinesin Jie Zheng nach einem Kraftakt in 2:12 Stunden mit 6:3, 1:6, 7:5. Im entscheidenden Satz lag die Weltranglisten-18. Görges bereits mit 3:5 zurück. Nächste Gegnerin von Kerber ist am Sonntag Jekaterina Makarowa (Russland/Nr. 19). Görges trifft auf die an Position sechs gesetzte Li Na aus China, die 2011 im Finale von Melbourne gestanden hatte.

Nach dem verwandelten ersten Matchball bekam Kerber auf dem Court der 15.000 Zuschauer fassenden Rod-Laver-Arena einen Geburtstagskuchen überreicht. Die Fans sangen der sichtlich gerührten Linkshänderin sogar ein „Happy-Birthday“-Ständchen. „Ich bin sehr glücklich, denn vorher hatte ich an meinem Geburtstag noch nie gewonnen. Es war ein unglaubliches Gefühl, hier in dieser Arena zu spielen“, sagte Kerber nach ihrem ersten Auftritt auf dem Centre Court.

Die Fed-Cup-Spielerin begann hoch konzentriert und holte sich mit drei Breaks und nach 29 Minuten den ersten Satz. Danach wurde die Weltranglisten-105. Keys, die in den USA als größtes Talent seit Serena Williams gilt, immer stärker.

Beim Stand von 4:4 musste wegen Regens das Dach der Rod-Laver-Arena geschlossen werden. Von der rund 20-minütigen Unterbrechung ließ sich Kerber aber nicht beirren, obwohl sie bei einem 4:5-Rückstand nur noch zwei Punkte von einem Satzverlust entfernt war.

Nach 1:40 Stunden profitierte die Aufsteigerin der vergangenen Saison von einem Fehler von Keys, der ihr die erste Achtelfinal-Teilnahme in Melbourne bescherte. In Wimbledon (2012) und bei den US Open (2011) hatte Kerber bereits im Halbfinale gestanden, bei den French Open (2012) im Viertelfinale.

Die 24-jährige Görges, die im vergangenen Jahr in Melbourne erstmals das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht hatte, zeigte auf Showcourt 3 eine starke kämpferische Leistung. Ihren ersten Matchball verwandelte sie mit ihrem insgesamt 42. direkten Gewinnschlag („Winner“) und danach ballte erleichtert die Faust. „Es ist schön zu sehen, dass ich solche Matches drehen kann. Das gibt Selbstvertrauen“, meinte Görges.

Am Samstag hat Philipp Kohlschreiber (Augsburg) als einzig noch verbliebener deutscher Spieler die Chance, wie bereits 2012 ins Achtelfinale von Melbourne einzuziehen. Der Weltranglisten-19. trifft auf den an Position 13 gesetzten Aufschlagspezialisten Milos Raonic aus Kanada. Danach könnte dann theoretisch Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer (Schweiz) auf Kohlschreiber warten. Bei ersten Major-Turnier des Jahres waren 14 deutsche Profis an den Start gegangen – sechs waren bereits in der erste Runde ausgeschieden.

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