Angelique Kerber freut sich auf Wimbledon

Kerber zuversichtlich: „Fühle mich viel besser auf Rasen“

Angelique Kerber (29) hat nach eigener Aussage „viele Kleinigkeiten“ in ihrem Tagesablauf geändert, um in Wimbledon in die Erfolgsspur zurückzukehren. Zwei Tage vor Turnierbeginn wollte die Weltranglistenerste zwar nicht zu sehr ins Detail gehen, verriet jedoch, dass sie ihren Trainings-Rhythmus umgestellt habe und sich mehr Freiräume nehme.



Anstelle von zwei Einheiten am Tag habe sie oft eine längere absolviert, „um zwei, drei Stunden mehr für mich zu haben“. Der gesamte Ablauf sei „entspannter“ geworden, sagte Kerber. Weniger hart habe sie deswegen jedoch nicht gearbeitet, im Vorfeld von Wimbledon lag ihr Fokus auf der Fitness und der Beinarbeit, „damit meine Stärken auf dem Platz wieder bei 100 Prozent sind“.

Nach dem Erstrunden-Aus in Paris hatte Kerber tief enttäuscht erklärt, dass sich „irgendetwas ändern müsse“. Sie habe die Fehler bei sich selbst gesucht, sagte sie am Samstag, sei kritisch zu sich selbst gewesen: „Das war der erste Schritt.“ Mittlerweile sind auch die „kleineren Verletzungen“ verheilt.

An die verkorkste Sandplatzsaison verschwende sie keinen Gedanken mehr. „Ich fühle mich viel besser auf Rasen. Das ist gar kein Vergleich“, sagte Kerber auf der Pressekonferenz im All England Club, die den Top-Spielern vorbehalten ist. In Abwesenheit der schwangeren Titelverteidigerin Serena Williams (USA) wird Kerber als Vorjahresfinalistin am Dienstag auf dem Centre Court die Frauen-Konkurrenz gegen Qualifikantin Irina Falconi (USA) offiziell eröffnen.

Mehrmals betonte sie, dass sie sich trotz der Führung in der Weltrangliste keinen zusätzlichen Druck aufladen will. „Es gibt so viele gute Spielerinnen, die Erwartungen lasten nicht nur auf mir“, sagte die Kielerin. Ihre eigenen Erwartungen „sind auf das nächste halbe Jahr gerichtet und nicht auf die nächsten zwei Wochen.“ Auch in den nächsten Monaten gebe es noch genug große Turniere.

Der Einzug ins Viertelfinale beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne habe ihr jedoch wieder Selbstvertrauen gegeben und gezeigt: „Ich bin fit. Ich spiele gut. Und ich weiß, was ich kann.“ (SID)

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  1. Bonhomme Richard

    In Eastbourne war bei Kerber immerhin eine leichte Aufwärtstendenz erkennbar, gemessen an ihren vorausgegangenen Auftritten bei den Sandplatzturnieren. Bin gespannt wie weit sie es in Wimbledon schafft. Das Halbfinale traue ich ihr dieses Jahr dort allerdings nicht zu angesichts der gewaltigen Konkurrenz. Auch ohne Williams und Scharapova – und evtl. auch ohne Konta – sind da so viele junge Spielerinnen, die gut genug sind um den Spitzenstars richtig Druck zu machen!


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