Rio Open 2017 – Day 7

Lieber Washington: Dominic Thiem spielt nicht in Kitzbühel

Das ATP-Turnier in Kitzbühel wird ohne Dominic Thiem stattfinden.

Kitzbühel noch nicht gewonnen

Aus sportlichen Gründen tritt Dominic Thiem 2017 nicht in Kitzbühel an, sondern wird beim parallel stattfindenden Hartplatzturnier, dem ATP-500 in Washington, aufschlagen: „Natürlich sind wir sehr enttäuscht, Dominic erstmals nicht dabeizuhaben. Ihn verbindet ja doch einiges mit Kitzbühel. Aber aus sportlichen Gründen müssen wir die Entscheidung natürlich auch verstehen und nachvollziehen“, erklärt ein enttäuschter Turnierdirektor Alexander Antonitsch. Die Nachricht wurde von Günter Bresnik, Thiems Coach, persönlich übermittelt und sei letztlich auf die Ausrichtung des Turnierkalenders zurückzuführen, so Antonitsch: „Unser Turnier ist das letzte Sandplatzturnier des Jahres und findet direkt in der Woche vor dem ATP-1000-Turnier in Kanada statt. Spieler, wie eben Dominic, sind verpflichtet dort anzutreten. Nachdem er in den letzten drei Jahren dort immer schon in der ersten Runde gescheitert ist, ist die Entscheidung nachvollziehbar, etwas Neues zu probieren und sich in Washington auf Hartplatz vorzubereiten.“.

RIO DE JANEIRO, BRAZIL - FEBRUARY 26: Dominic Thiem of Austria raises his trophy after defeating Pablo Carreno Busta of Spain during the Final of the ATP Rio Open 2017 at Jockey Club Brasileiro on February 26, 2017 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by Buda Mendes/Getty Images)

Das Turnier in Rio konnte Dominic Thiem in diesem Jahr gewinnen. Kitzbühel muss ohne Österreichs Vorzeigeprofi planen.

Terminverschiebung blieb erfolglos

Auf diese Terminschwierigkeiten habe man, so Veranstalter Herbert Günther, versucht zu reagieren. Die Idee: Mit den Organisatoren des ATP-Turniers im kroatischen Umag strebte man einen Termin-Tausch an. „Wir waren uns mit den kroatischen Veranstaltern einig, dass Umag in unsere Woche und auf Hartplatz wechseln würde. Die europäischen Spieler hätten so die Möglichkeit gehabt, sich noch in Europa auf die Hartplatzsaison vorzubereiten. Wir hätten dann Kitzbühel auf Sand in der Umag-Woche und damit vor Hamburg ausgetragen. Für die Top-Spieler, wie Dominic Thiem, wäre diese Konstellation sicherlich attraktiver gewesen. Der Antrag wurde bei den Finals in London eingebracht. Ein Vorschlag, der von allen für gut befunden und verstanden wurde, aber dem letztlich leider nicht stattgegeben wurde, mit der Begründung, dass vor 2019 (große ATP-Reform) keine Änderungen im Turnierkalender vorgesehen sind“, so Günther.

Baldige Rückkehr von Thiem geplant

Nun laufen die Gespräche für 2018 in alle Richtungen: „Nach wie vor verbindet uns ein super Verhältnis mit Dominic und dem gesamten Team. Deshalb werden wir alles daransetzen, ihn bald wieder in Kitzbühel zu sehen. Er hat ja unseren Sieger-Pokal, die `Große Gams´, noch nicht gewinnen können und laut eigener Aussage will er das auf alle Fälle schaffen“, so Veranstalter Markus Bodner. Auch finanziell, so Bodner, habe man ein tolles Angebot auf den Tisch legen können: „Da haben wir uns sicherlich nach der Decke gestreckt, aber das Finanzielle war auch nie ausschlaggebender Punkt für die Entscheidung.“

Bis dato habe man ein Budget für Österreichs Tennisaushängeschild reserviert, nun werde man die Fühler nach anderen Topspielern ausstrecken, so Antonitsch: „Wir werden uns bemühen, andere interessante Spieler nach Kitzbühel zu bekommen.“ Das Kitzbüheler Traditionsturnier, das von 29. Juli bis 5. August 2017 stattfindet, setzt aus sportlicher Sicht auf eine Mischung aus jungen aufstrebenden sowie routinierten Spielern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Einzugsgebieten Österreich, Deutschland und Italien.

Darüber hinaus sei man bemüht, den Tennisfan noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken und abseits der Courts wieder einiges zu bieten. „Wir werden noch mehr in die Fans investieren und ein attraktives Spielerfeld zusammenstellen“, so Antonitsch.

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