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Kohlschreiber: Selbstkritik nach Olympia-Absage

New York (SID) – Philipp Kohlschreiber hat nach der Kritik an seiner kurzfristigen Olympia-Absage Fehler eingeräumt. „Nach dem verlorenen Finale von Kitzbühel wollte ich schnell eine Message raushauen. In der Eile hatte das nicht die Qualität. Das waren unprofessionelle Erklärungen“, sagte der Weltranglisten-20. aus Augsburg am Rande der US Open in New York, bei denen er in der zweiten Runde steht.



Kohlschreiber hatte seinen Olympia-Verzicht in einer verwackelten Video-Botschaft mit einem „verhärteten Fuß“ und „leichten Rissen“ im Oberschenkel begründet. Unter anderem auch Boris Becker hatte sein Unverständnis über die Terminplanung von Kohlschreiber geäußert.

Der Wimbledon-Viertelfinalist Kohlschreiber wehrte sich jetzt. „Ich muss meine Turniere sechs Wochen vorher planen. Die Olympia-Nominierung kam zwei Wochen vorher. Da war dann die Frist abgelaufen, das Turnier absagen zu können“, sagte der 28-jährige Kohlschreiber, räumte aber ein: „Ich habe es als Geschäftsmann gesehen.“ Auch Florian Mayer (Bayreuth) hatte freiwillig auf London 2012 verzichtet.

Die Kritik traf München-Sieger Kohlschreiber allerdings hart: „Es hat mir weh getan, dass die Leute denken, ich würde nicht gerne für mein Land spielen. Es ist nicht ganz einfach, wenn die Eltern anrufen und fragen, was da los ist. Das war eine schlimme Zeit“, erklärte der Davis Cup-Spieler in New York.

US Open: Kohlschreiber nach Sieg über Llodra in Runde zwei

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