Miami Open 2018 – Day 8

Kokkinakis tobt gegen Verdasco: „Das ist mein ver***** Vater“

Erneut sind zwei Spieler während eines Matches bei den Miami Open verbal heftigst aneinander geraten. Dieses Mal im Fokus: Federer-Bezwinger Thanasis Kokkinakis und Fernando Verdasco. Wenig später meldete sich Kokkinakis‘ Freund Nick Kyrgios via Twitter zu Wort, machte aber kurz darauf einen Rückzieher.

Die Hitze von Miami! Nachdem in der Auftaktrunde bereits die Next-Gen-Spieler Stefanos Tsitsipas und Daniil Medvedev während und nach ihrer Partie einiges an Unnettigkeiten auszutauschen hatten, liefen in der Nacht zum Dienstag Fernando Verdasco und Thanasis Kokkinakis heiß – zum Leidwesen des Schiedsrichters.

In der engen Drittrundenpartie fühlte sich Verdasco von wohl permanenten Zwischenrufen aus dem Publikum zwischen seinem ersten und zweiten Aufschlag gestört. Bei einem Seitenwechsel platzte dem temperamentvollen Spanier der Kragen. Er beschwerte sich ob der Unsportlichkeit lautstark beim Schiedsrichter, bis sich sein Gegner einmischte.

Der Australier machte Verdasco auf nicht immer jugendfreie Art klar, dass es sich bei dem von Verdasco kritisierten Mann aus dem Publikum um seinen Vater handle. Das wollte der Routinier zunächst nicht glauben, wurde aber mit heftigen Worten eines Besseren belehrt. Danach war die Stimmung zwischen den beiden Akteuren auf dem Tiefpunkt.

Damit wäre das Thema eigentlich abgeschlossen gewesen. Doch Nick Kyrgios, dessen Team und er selbst sich in den vergangenen Monaten redlich bemühten, ein besseres Bild von ihm zu skizzieren, setzte einen heftigen Tweet in Richtung Verdasco ab. Dort bezeichnete der Australier Verdasco als „saltiest guy on tour“. Darüber hinaus machte er sich über die Bilanz des Spaniers gegen Australier lustig.

Noch bevor Kyrgios seinen Tweet löschen wollte und konnte, verbreitete sich sein Statement rasch

Das Wort kann man nicht nur als ,salzig‘ übersetzen. Im englischen Slang bedeutet es auch verdorben, böse. Jedenfalls sollte der Tweet keine Nettigkeiten vermitteln. Noch bevor Kyrgios, oder sein Manager, den Tweet löschen konnten, hatte der sich rasch verbreitet.

Nachdem Verdasco das eigentliche Match im Tiebreak des Entscheidungssatzes gewonnen hatte, meldete er sich ebenfalls via Twitter zu Wort.

Verdasco warf Kyrgios mangelndes Rückgrat vor: „Wer die Courage besitzt, einen Spieler hier auf  Twitter zu beleidigen und zu kränken, der sollte ebenfalls die Courage besitzen, den Tweet nicht zu löschen. Kyrgios ging auf die Aussage mit einem erneuten Tweet ein.

Die Twitterfehde hat ein bisschen was von Kindergartengeplänkel, erzeugte aber nicht nur in den sozialen Medien einiges an Aufruhr.  Sportlich stehen sowohl Verdasco (gegen Landsmann Carreno Busta) als auch Kyrgios, der auf Alexander Zverev trifft, im Achtelfinale. Mit ihren Gegnern sind sie nachweislich befreundet.

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