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Martina Hingis: Als Trainerin zum ersten Fed Cup-Titel?

Sie war das Wunderkind des Tennis, die jüngste Weltranglistenerste aller Zeiten: Martina Hingis. Im vergangenen November gab sie ihren Rücktritt vom Spitzentennis bekannt. Verschwunden ist sie trotzdem nicht: Seit dieser Saison ist Hingis als Trainerin für die Fed Cup-Mannschaft der Schweiz tätig.

Nachdem Martina Hingis im Jahr 2015 als Spielerin in das Schweizer Fed Cup-Teams zurückgekehrt war, hatte die Schweiz in den vergangenen beiden Jahren jeweils das Halbfinale erreicht. Dort endete die Reise aber beide Male. Jetzt ist klar: Hingis will weiter am ersten Fed Cup-Sieg der Schweizer arbeiten. Jetzt, wo sie nicht mehr aktiv spielt, eben als Trainerin.

Immer noch die Nummer 1

Swiss Tennis setzt schon seit einigen Jahren auf die Expertise ehemaliger Spitzenspieler aus der Schweiz. Und so kam es, dass Verbandspräsident René Stammbach Hingis das Angebot machte, als Trainerin beim Fed Cup-Team einzusteigen. So wird gesichert, dass ihre ehemaligen Mitspielerinnen weiter vom riesigen Erfahrungsschatz der Weltranglistenersten profitieren. Sie haben richtig gelesen: Auch ein Vierteljahr nach ihrem Rücktritt führt Hingis nach wie vor die Weltrangliste im Doppel an – so dominant trat sie in ihrer letzten Saison auf.

Was sagen die ehemaligen Mitspielerinnen zur neuen Trainerin? „Wir haben gezeigt, wie gut wir als Einheit funktionieren können, unser Erfolg der letzten Jahre spricht für uns“, sagte Hingis hierzu. „Deshalb freue ich mich umso mehr, dass mir die Spielerinnen das Vertrauen auch in der Rolle als Coach ausgesprochen haben.“ Besonders amüsant: Patty Schnyder ist zwei Jahre älter als Hingis und weiterhin aktiv (Nr. 151). Sollte Schnyder noch einmal für das Fed Cup-Team der Eidgenossen nominiert werden, gäbe es wohl ein Debüt der besonderen Art: eine Trainerin, die jünger ist als die trainierte Spielerin.

39 Jahre alt und noch aktiv: Patty Schnyder.

Damit es dazu kommen kann, muss die Schweiz (im Kader stehen Timea Bacsinszky, Belinda Bencic, Viktorija Golubic, Jil Teichmann) sich am Wochenende aber zunächst gegen die favorisierten Tschechinnen durchsetzen. Auch hier kann Hingis mit ihrer Erfahrung helfen: 1998 holte sie alle drei Punkte beim bisher einzigen Fed Cup-Erfolg der Schweiz über Tschechien.

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