Alexander Zverev streckte sich gegen Andy Murray vergeblich

Melbourne: 6 aus 11 – die deutsche Dienstags-Bilanz

Insgesamt 11 deutsche Profis waren in der Nacht zu Dienstag in ihren Erstrundematches bei den Australian Open im Einsatz. Von den drei Herren erreichte niemand die zweite Runde. Fünf Damen kamen weiter, drei verabschiedeten sich. Die Spiele im Einzelnen:



Zverev vs. Murray

Der 18-jährige Zverev bekam beim 1:6, 2:6, 3:6 gegen den Weltranglistenzweiten Andy Murray eine Lehrstunde erteilt. Allerdings lobte der Schotte die deutsche Nachwuchshoffnung nach dem unterhaltsamen Match in der Margaret-Court-Arena: „Alex ist einer der besten jungen Spieler der Welt. Er hat bis zum Ende gekämpft, wir hatten wirklich lange und fordernde Ballwechsel“, sagte der viermalige Melbourne-Finalist Murray über den 1,98 Meter großen Zverev.

Becker vs. Sela

Im fünften Duell der beiden auf der ATP-Tour setzte sich der Israeli zum dritten Mal in Serie durch. 1:6, 3:6, 6:2, 2:6 hieß es nach rund zwei Stunden Spielzeit. Nach dem Turnier wird es in der Weltrangliste für den 34-jährigen Becker, aktuell die Nummer 101, weiter bergab gehen. 2015 stand er noch in der 3. Runde von Melbourne.

Gojowczyk vs. Ferrer

Nichts zu holen gab es auch für den dritten Deutschen Herrn an diesem Tag. Gojowczyk, Weltranglisten-223., unterlag erwartungsgemäß dem klar favorisierten Spanier mit 4:6, 4:6, 2:6.

Beck vs. Hon

Die 21-jährige Beck, Nummer 55 im WTA-Ranking, präsentierte sich beim 6:0, 6:3 gegen Wildcard-Inhaberin Priscilla Hon (Australien) in glänzender Verfassung. In der nächsten Runde wartet nun Timea Bacsinszky (Schweiz/Nr. 11). „Ich habe den Spaß am Tennis wiedergefunden“, sagte Beck.

Siegemund vs. Bertens

Auch die Weltranglisten-97. Siegemund (27) konnte bei Temperaturen von bis zu 34 Gard Celsius ihre Qualitäten zeigen und steht nach dem 6:4, 7:5 gegen Kiki Bertens (Belgien) erstmals in der zweiten Runde eines Grand Slams. „Da ist mir ein Riesenstein vom Herz gefallen“, meinte Psychologie-Studentin Siegemund, die es jetzt mit Jelena Jankovic (Serbien/Nr. 19) zu tun bekommt.

Lisicki vs. Cetkovska

Die an Position 30 gesetzte Berlinerin gewann ihr Auftaktmatch in Melbourne mit 6:4, 6:4 gegen Petra Cetkovska (Tschechien/WTA-Nr. 132). Nächste Gegnerin der 26-jährigen Lisicki ist am Donnerstag Denisa Allertova, die sich gegen Bethanie Mattek-Sands durchsetzte. Lisicki, Wimbledon-Finalistin von 2013, hatte beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres zuletzt 2012 im Achtelfinale gestanden.

Görges vs. Mitu

Lisickis Fed-Cup-Kollegin Julia Görges, die zuletzt im Finale von Auckland stand, hatte beim 6:3, 6:4 gegen Andreea Mitu (Rumänien) ebenfalls wenig Mühe. Die 27-Jährige trifft nun auf Karolina Pliskova (Tschechien/Nr. 9)

Witthöft vs. Zheng

Die Hamburgerin hatte beim 1:6 und 2:6 gegen die Chinesin Saisai Zheng nicht den Hauch einer Chance.

Maria vs. Govortsova

Auch Maria (28) ist nach dem 6:4, 6:3 gegen Olga Gowortsowa (Weißrussland) im nächsten Match Außenseiterin. Die Weltranglisten-73., Mutter der zweijährigen Charlotte, spielt gegen die Russin Jekaterina Makarowa (Nr. 21). „Ich bin gut drauf und glücklich, wie ich derzeit spiele“, sagte Maria.

Barthel vs. King

Fed-Cup-Spielerin Barthel (25) musste sich nach knapp zwei Stunden der Amerikanerin Vania King mit 6:3, 5:7, 4:6 geschlagen geben. Barthel, im Ranking an Position 44 geführt, hatte sich zuletzt mit Rückenproblemen geplagt. Zu ihrem Viertelfinale beim Turnier in Hobart/Australien vor knapp einer Woche hatte sie deshalb nicht antreten können.

Kerber vs. Doi

Mit deutlich mehr Schwierigkeiten als erwartet hat Angelique Kerber die erste Runde bei den Australian Open in Melbourne überstanden. Gegen die Japanerin Misaki Doi wehrte die Bremerin beim 6:7 (4:7), 7:6 (8:6) und 6:3-Erfolg einen Matchball ihrer Gegnerin ab. Den Auftaktsatz hatte Kerber trotz einer schnellen 4:0-Führung abgegeben müssen. Danach wehrte sie beim Stand von 5:6 im Tiebreak des zweiten Durchgangs einen Matchball mit einem Aufschlagwinner ab. „Ich habe überhaupt nicht ins Spiel gefunden, dazu hat sie phasenweise wirklich toll gespielt“, sagte Kerber bei Eurosport und bekannte: „Ich muss besser spielen, ich kann mich nur noch verbessern.“

Kerber war stark in die Saison gestartet und hatte beim Turnier in Brisbane erst im Finale gegen Victoria Azarenka (Weißrussland) verloren. Die Fed-Cup-Spielerin hatte 2015 vier Turniere und genau so viele Matches wie Branchenführerin Serena Williams (53) gewonnen. Bei den Grand-Slam-Turnieren war Kerber aber nicht über die dritte Runde hinausgekommen.

Damit stehen acht deutsche Profis in der zweiten Runde von Melbourne. Zwei DTB-Starter waren bereits am Montag zum Auftakt gescheitert – neben Philipp Kohlschreiber überraschend auch Andrea Petkovic (Darmstadt/Nr. 22). Anna-Lena Friedsam schaffte am Montag als einzige den Zweitrundeneinzug. Insgesamt standen 15 Deutsche im Hauptfeld des „Happy Slams“ – zehn Frauen und fünf Männer. (SID/Red)

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