Andy Murray schlägt Joao Sousa und steht im Achtelfinale

Melbourne: Kollaps von Nigel Sears überschattet Murrays Sieg

Melbourne (SID) – Vorjahresfinalist Andy Murray ist zunächst in Unkenntnis über den Zusammenbruch seines Schwiegervaters Nigel Sears ins Achtelfinale der Australian Open in Melbourne eingezogen. Der an Position zwei gesetzte Schotte besiegte in der Margaret-Court-Arena den Portugiesen Joao Sousa in 2:38 Stunden mit 6:2, 3:6, 6:2, 6:2.



Murray hatte während seines Matches nicht mitbekommen, dass im benachbarten Stadion der Vater seiner hochschwangeren Frau Kim zusammengebrochen war und in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Nigel Sears (58) ist Trainer der früheren Nummer eins Ana Ivanovic (Serbien), die während des Vorfalls in ihrer Box gerade gegen Madison Keys aus den USA (6:4, 4:6, 4:6) spielte. Sears soll nach seinem Zusammenbruch aber ansprechbar gewesen sein.

Murray sagte im Anschluss an sein Spiel ebenso wie Ivanovic die obligatorische Pressekonferenz ab. In einer vom Turnierveranstalter wenig später verbreiteten Mitteilung äußerte sich der Olympiasieger von 2012 nur zu sportlichen Dingen. Murray trifft in der Runde der letzten 16 auf Bernard Tomic oder John Millman (beide Australien).

In starker Form präsentiert sich weiterhin der Schweizer Stan Wawrinka (Nr. 4). Der Melbourne-Sieger von 2014 bleibt nach dem 6:2, 6:3, 7:6 (7:5) gegen Lukas Rosol aus Tschechien weiter ohne Satzverlust. Wawrinka bekommt es nun mit dem Kanadier Milos Raonic (Nr. 13) zu tun, der sich mit 6:2, 6:3, 6:4 gegen Viktor Troicki (Serbien) durchsetzte.

Der Amerikaner John Isner (Nr. 10) schlug beim 6:7 (8:10), 7:6 (7:5), 6:2, 6:4 im Drittrundenspiel gegen Feliciano Lopez 44 Asse. Der 2,08 Meter große Isner ist mit 112 Assen in einem Match der Rekordhalter. Aufgestellt hatte er diese Bestmarke beim legendären Spiel in Wimbledon 2010 gegen Nicolas Mahut (Frankreich). Die Partie über zwei Tage endete nach insgesamt elf Stunden und fünf Minuten mit 70:68 im fünften Satz.

Isner spielt in Melbourne im Match um den Einzug ins Viertelfinale gegen David Ferrer. Der an Position acht gesetzte Spanier schaltete den Amerikaner Steve Johnson mit 6:1, 6:4, 6:4 aus.

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