Auftaktsieg für Sir Andy Murray bei den Australian Open

Melbourne: „Sir Andy“ Murray erfolgreich und bescheiden

Der topgesetzte Andy Murray ist nach 2:47 Stunden in die zweite Runde der Australian Open in Melbourne eingezogen und hat damit ein Stück Tennis-Geschichte geschrieben. Der Brite ist der erste „Sir“, der ein Grand-Slam-Match bestritten hat. Der 29-jährige Murray gab sich beim 7:5, 7:6 (7:5), 6:2 gegen den Ukrainer Ilija Marschenko am Ende keine Blöße, hatte aber in den beiden ersten Sätzen nicht immer leichtes Spiel.



Als Murray nach dem Spiel von einem Moderator auf dem Court in der Rod-Laver-Arena gefragt wurde, wie er ihn nennen soll, sagte der in den Adelsstand erhobene Ritter des Vereinigten Königreichs: „Sag einfach nur Andy zu mir.“ Wann die feierliche Zeremonie mit Queen Elizabeth im Buckingham-Palast stattfindet, steht allerdings noch nicht fest.

Den Titel „Sir“ haben von den britischen Sportlern bislang unter anderem Fußball-Weltmeister Bobby Charlton, Fußball-Coach Alex Ferguson sowie Golfer Nick Faldo und Segler Ben Ainslie erworben.

Im Melbourne Park geht der zweimalige Wimbledonsieger Murray erstmals in seiner Karriere bei einem Major als Weltranglistenerster an den Start. Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres hat Murray bereits fünfmal das Finale erreicht – und fünfmal verloren. 2016 und 2015 musste er sich seinem Dauerrivalen Novak Djokovic (Serbien) geschlagen geben.

Ausgeschieden ist dagegen bereits die an Position vier gesetzte Mitfavoritin Simona Halep. Die angeschlagene Rumänin musste sich zum Auftakt der Amerikanerin Shelby Rogers (WTA-Nr. 52) in nur 75 Minuten überraschend mit 3:6, 1:6 beugen. Der aufschlagstarken Rogers, Paris-Viertelfinalistin von 2016, gelangen in dem Match insgesamt 26 Winner.

Auch French-Open-Siegerin Garbine Maguruza (Nr. 7) hatte beim 7:5, 6:4 gegen die krasse Außenseiterin Marina Erakovic aus Neuseeland deutliche Anlaufschwierigkeiten. Die Spanierin litt allerdings unter einer Oberschenkelverletzung.

Schwer tat sich zudem der an Position fünf gesetzte Japaner Kei Nishikori. Der US-Open-Finalist von 2014 benötigte 3:34 Stunden, ehe der 5:7, 6:1, 6:4, 6:7 (6:8), 6:2-Sieg gegen Andrej Kusnetzow (Russland) unter Dach und Fach gebracht war.

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